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Presseerklärungen der GEW BERLIN 2014

GEW unterstützt Anliegen des Schul- und Uni-Streiks für Flüchtlinge

Schüler/-innen an vielen Schulen planen morgen, am 13. Februar 2014, einen Schulstreik für Flüchtlingsrechte. Die GEW BERLIN begrüßt das politische Engagement der Schüler/-innen und empfiehlt die Gelegenheit zur aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema und für die praktische Ausgestaltung, unter anderem des Politikunterrichts, wahrzunehmen.

Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN: „Wir freuen uns, dass sich die Schülerinnen und Schüler für die Rechte von Flüchtlingen engagieren. Seit Monaten droht der Berliner Senat mit der Räumung des Flüchtlingscamps am Oranienplatz und der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. Das Camp ist ein Protest von Geflüchteten für ein humaneres Asylrecht. Während die Bundesregierung von Menschenrechten spricht, sollen diese für all jene, die vor Krieg, Elend und Hunger fliehen, in Deutschland nicht gelten. Flüchtlinge dürfen sich aufgrund der Residenzpflicht nicht frei bewegen und bekommen zu wenig für ein Dasein in Würde. Sie haben kein Recht zu arbeiten. Die Notwendigkeit, Menschen in Not zu unterstützen, die Flüchtlingsrechte zu stärken sowie die Asylgesetze zu ändern, zeigt sich nach den jüngsten Flüchtlingskatastrophen an den EU-Außengrenzen umso deutlicher. Wir sehen das Engagement als ein Zeichen von Zivilcourage, das wir unterstützen. Wir rufen die Schulen auf, den Schulstreik als praktischen Politikunterricht zum Zwecke der politischen Bildung zu verstehen und gegen Teilnehmende keine Sanktionen vorzunehmen."