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Nr. 62/2002 | Donnerstag, 21. November 2002
Das Charlotte-Wolff-Kolleg protestiert
Heute hat das Kollegium des Charlotte-Wolff-Kollegs in der Zeit von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr gegen die einseitigen Maßnahmen des Senats protestiert.

Konrad Komm-Mac Devitt, Lehrer am Kolleg: „Wir fühlen uns belogen und betrogen. Vor der Wahl wurde Bildung hochgehalten, nach der Wahl wird weiter - wie in den letzten zehn Jahren - alles heruntergerissen. Erneut stehen radikale Verschlechterungen an. Die Arbeitszeit der Lehrkräfte soll zum dritten Mal innerhalb von 10 Jahren erhöht werden, womit erneut Einstellungschancen für junge Kolleginnen und Kollegen zerstört werden. Diese Politik ist verantwortungslos. Der Altersdurchschnitt des Kollegs liegt schon jetzt bei 54 Jahren. Wir fordern die Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt auf, keine Partei mehr zu wählen, deren Gedächtnis so erschreckend kurzzeitig ist.“

Zum Auftakt zur Protestaktion sprach Ulrich Thöne, der Vorsitzende der GEW BERLIN, zu den Lehrkräften des Kollegs, deren Arbeitszeit um vier Pflichtstunden, d. h. einem vollen Arbeitstag, erhöht werden soll:

„Kolleginnen und Kollegen. Ich teile eure Empörung und eure Wut. Es ist nicht einsehbar, warum wir die Misswirtschaft anderer ausbaden sollen, ohne dass diese selbst zur Rechenschaft gezogen werden. Die Politik ist in der Pflicht, den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt ein lebenswertes Berlin zu bieten und es nicht auszuhungern. Im Bereich Bildung ist schon viel zu viel versäumt worden und die Verantwortung für die Misere allein auf die Schultern der Lehrkräfte zu laden, ist unerträglich. Die GEW BERLIN begrüßt deshalb klar und eindeutig eure Protestaktion.“

Ansprechpartner: Konrad Komm-Mac Devitt/Wolfgang Fritsch, Tel.: 435 19 87, Handynummer: 01704146260


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