Am heutigen Tag erhalten 290 von 392 JunglehrerInnen des aktuellen Prüfungsjahrgangs ihr Abschlusszeugnis. Aufgrund der jüngst ergangenen Senatsbeschlüsse werden sie in die Arbeitslosigkeit entlassen:
- 94 LehrerInnen mit einem Wahfach,
- 45 LehrerInnen mit zwei Wahlfächern,
- 178 StudienassessorInnen,
- 24 LehrerInnen für Sonderschulen,
- 51 LehrerInnen an berufsbildenden Schulen.
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: "Der Einstellungsstopp hat schlimme Folgen für die Berliner Schule. In bestimmten Schularten und -fächern wird sich der Lehrermangel spürbar verschärfen. Das wird ein Dauerproblem, da alle frisch ausgebildeten LehrerInnen, die ungebunden sind, Berlin verlassen werden.
Wir brauchen sie aber nicht nur aufgrund ihrer Fächerkombination, sondern auch, um das enorm hohe Durchschnittsalter in den Berliner Schulen zu senken. Die Berliner Kinder und Jugendlichen haben ein Recht darauf, nicht nur von ihren Großeltern unterrichtet zu werden! Sie brauchen auch junge Menschen, um sich identifizieren und binden zu können."
Die JunglehrerInnen erhalten nach ihrem Referendariat keine Arbeitslosenunterstützung mehr. In der Regel müssen sie Sozialhilfe beantragen. Da Einstellungschancen bis mindestens zum Jahre 2004 bei der derzeitigen Beschlusslage vernichtet sind, müssen sich viele gänzlich umorientieren.
Die GEW BERLIN fordert nachdrücklich, den Einstellungsstopp für junge LehrerInnen sofort aufzuheben!
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