| Die GEW BERLIN gratuliert den Hochschulen, die sich im Wettbewerb um zusätzliche Mittel im Rahmen der Exzellenzinitiative durchsetzen konnten.
Diana Greim, stellv. Vorsitzende der GEW BERLIN: „Mehr Geld für die Hochschulen ist grundsätzlich immer zu begrüßen. Von den Mitteln der Exzellenzinitiative haben aber die Studierenden zunächst gar nichts. Herausragende Forschung bedeutet nicht automatisch gute Lehre. Die GEW BERLIN fordert daher, dass die Mittel für die Lehre und Betreuung der Studierenden deutlich erhöht werden.“
Gerade in Berlin sind die jahrelangen Kürzungen in den Hochschulen drastisch spürbar. Die Zahl der Plätze für Studienanfänger/innen ist in den Universitäten und Fachhochschulen vom Jahr 2000 bis heute um etwa 2.000 zurückgegangen. Fast alle Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. Berlin muss die Zahl der Studienplätze wieder deutlich erhöhen und gleichzeitig die Qualität der Lehre verbessern.
Dazu gehören u. a. verlässliche Lehrangebote in kleinen Gruppen, eine bessere räumliche und technische Ausstattung und Maßnahmen zur Förderung der Mobilität der Studierenden in Berlin und darüber hinaus.
Die GEW BERLIN fordert, dass das Land Berlin mindestens genauso viel zusätzliche Mittel für die Lehre im Rahmen des sog. „Masterplans“ zur Verfügung stellt wie für die Forschung, nämlich 150 Mio. Euro. Bisher sind für die Lehre aber nur 35 Mio. Euro geplant.
„Wir brauchen mehr Studierende. Damit diese besser ausgebildet werden, muss die Lehre an den Hochschulen Priorität haben und darf nicht in Exzellenzwettbewerben noch stärker unter die Räder kommen“, so Diana Greim weiter.
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