GEW Berlin
GEW BERLIN
Home  
Aktuelles  
Adressen  
Downloads  
GEW-Zeugnis  
Gruppen|Gremien  
Informationen  
Inhalt  
Lehrproben  
Mitgliederportal  
Mitglied werden  
Seminare  
Service  
Themen  
Veranstaltungen  
Zeitschrift (blz)  
Impr./Kontakt  
Nr. 71/2002 | Dienstag, 17. Dezember 2002
Der Landesvorstand der GEW BERLIN lehnt den vorgelegten Schulgesetzentwurf ab
Der Landesvorstand der GEW BERLIN hat sich in seiner Sitzung vom 16.12.02 ausführlich mit dem Entwurf eines neuen Schulgesetzes auseinander gesetzt. Grundlage war die Fassung, die für kurze Zeit im Internet gestanden hat.

Die GEW BERLIN unterstützt nachdrücklich alle Bemühungen, die Qualität der Arbeit der Berliner Bildungseinrichtungen zu verbessern. Dies wird allerdings nur dann gelingen können, wenn die Beschäftigten, die Pädagoginnen und Pädagogen, bei diesem Prozess eingebunden, nachhaltig unterstützt und gestärkt werden.

Die PISA Studie hat noch einmal verdeutlicht, wo das Deutsche Bildungssystem besondere Schwächen hat. In keinem anderen Land der OECD hängt der Schulerfolg einer SchülerIn so stark von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland. Das Schulsystem funktioniert als sozialer Auslesemechanismus. Die PISA Studie zeigt aber auch, dass andere Wege möglich sind. Kinder und Jugendliche können durch Förderung schulische Erfolge erzielen. Die Vielfalt und die Unterschiede sind als Chance und Bereicherung für alle zu begreifen und zu nutzen.

Der neue Schulgesetzentwurf hält dagegen an einem gegliederten Schulsystem fest. Es verschärft sogar noch die Auslesemechanismen durch eine neue Sitzenbleiber-Regelung für die 5. und 6. Klassen.

Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: "Dieser Entwurf bleibt weit hinter den Erkenntnissen der Wissenschaft und der öffentlichen Diskussion zurück. In seiner Grundstruktur ist es ein Entwurf der Großen Koalition weit vor den Debatten um PISA. Die GEW BERLIN hält ihn obendrein für rückwärts gewandt und schädlich. Mit einer Fülle von umstrittenen Einzelregelungen bindet er die Energie der Beteiligten und raubt ihnen so die Kraft für wirkliche Qualitätsverbesserungen in den Bildungseinrichtungen."

Der Landesvorstand der GEW BERLIN betonte, dass in den Mittelpunkt von Qualitätsentwicklung die einzelnen Bildungseinrichtungen selbst gestellt werden müssen. Hier verdient die Verbesserung der Ausbildung der PädagogInnen, aber insbesondere auch ihre Fort- und Weiterbildung, ganz besondere Aufmerksamkeit. Qualitätsentwicklung und umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten hängen eng zusammen. An dieser Stelle plant der Senat Abbau.

Die GEW BERLIN fordert den Senat und das Abgeordnetenhaus auf, Schritte zur Überwindung des gegliederten Schulsystems in Angriff zu nehmen. An diesen Überlegungen und diesem Prozess beteiligt sich die GEW BERLIN gern. Bis zu deren Verwirklichung sollten sich alle Zuständigen darum bemühen, ihre Möglichkeiten und Ressourcen auf die Unterstützung der Qualitätsprozesse in den einzelnen Einrichtungen zu richten.

 


zurück nach oben
Login
Registrieren
Hilfe
Beitragsquittung für 2011 ausdrucken
Mitmachen: Projekte
Jahrgang 2012
Jahrgang 2011
Jahrgang 2010
Jahrgang 2009
Jahrgang 2008
Jahrgang 2007
Jahrgang 2006
Jahrgang 2005
Jahrgang 2004
Jahrgang 2003
Jahrgang 2002
Nr. 19 / 2012 | 07.05.2012
GEW erfreut über Grips-Rettung
Nr. 18 / 2012 | 27.04.2012
Es ist geschafft: Bei der Lebenshilfe gGmbH Berlin gibt es endlich einen Haustarifvertrag!
Nr. 17 / 2012 | 20.04.2012
Erfolg für 50 neue Referendar/-innen
Nr. 16 / 2012 | 17.04.2012
Die GEW BERLIN unterstützt das Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung
Nr. 15 / 2012 | 16.04.2012
Rettet das Grips-Theater!
 
Presseerklärungen der "Vereinigung der Ber-liner Schulleiter/innen" in der GEW (VBS)