| Die GEW BERLIN warnt den Berliner Senat eindringlich vor einer Erhöhung der Elternbeiträge für Kita-Kinder. Nach Presseinformationen soll die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport ca. 10 Mio. € als Sparsumme durch eine Erhöhung der Elternbeiträge erbringen.
Eine Steigerung der Kita-Gebühren ist nach Auffassung der GEW BERLIN eine bildungspolitische Katastrophe und ein Armutszeugnis für den rot-roten Senat. Höhere Elternbeiträge werden mehr Kinder vom Besuch der Kita ausschließen. Die vorschulische Bildung und Erziehung muss gefördert werden, will man Konsequenzen aus PISA und der Sprachstandserhebung „Bärenstark“ ziehen. Es ist völlig sinnwidrig, bei den Kindern Sprachtests durchzuführen, wenn nicht gleichzeitig der Kita-Besuch und die Qualitätsentwicklung der pädagogischen Arbeit gefördert wird.
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: „ Bildungssenator Böger ist jetzt gefordert, sich vor die Kitas zu stellen. Welchen Stellenwert misst der Senat der vorschulischen Bildung und Erziehung eigentlich noch bei? Ab 1. Januar gibt es 1.200 Erzieherstellen weniger, in den Kitas sind befristete Arbeitsverträge nicht verlängert worden, Erzieherinnen fehlen und es droht die Gefahr, dass Kinder ab Januar wegen Personalmangel nicht mehr in die Kita können. Das bildungspolitische Gesamtkonzept des Senats heißt offensichtlich Verschlechterung der Bildungschancen der Kinder und Verschärfung sozialer Ungleichheiten. Die GEW BERLIN wird gemeinsam mit Eltern, Trägern und Erzieherinnen gegen weitere Kürzungen bei den Kitas kämpfen. Wir werden uns mit allen Mitteln gegen diese unsoziale und widersinnige Politik zur Wehr setzen.“
Die Elternbeiträge für einen Ganztagsplatz liegen in Berlin bereits zwischen 48,57 und 286,32 Euro.
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