| Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat die von den Gewerkschaften des öffentichen Dienstes geforderte Wiederaufnahme der Solidarpaktgespräche abgelehnt, da er keine substanziell neuen Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung erkennen könne.
Die GEW BERLIN zeigt sich über diese Haltung verwundert, da sie Ende November einen Vorschlag zur Personalkostenreduzierung in Höhe von 68 Mio. € vorgelegt hatte. Anstelle der beabsichtigten Arbeitszeiterhöhung für Lehrkräfte, die einen Einstellungsstopp zur Folge hat, will die GEW BERLIN die Einsparsumme durch freiwillige Teilzeit ohne Lohnausgleich erbringen. Zusätzlich wären auf diesem Wege Neueinstellungen im Umfang von 1.600 Stellen jährlich möglich. Damit könnten die jährlich ca. 900 ausgebildeten Lehrkräfte übernommen werden und für frischen Wind in den überalterten Kollegien der Berliner Schule sorgen.
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: „Offensichtlich ist Herr Wowereit an einer finanz- und bildungspolitisch sinnvollen Lösung nicht interessiert, sondern will an seinen Zwangsmaßnahmen festhalten. Damit stört er nachhaltig den sozialen Frieden in der Stadt.“
Ab Montag, dem 6. Februar 2003, wollen arbeitslose junge Lehrkräfte, die seit Ende November auf Sozialhilfe angewiesen sind, vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport eine Mahnwache abhalten und ihre Arbeitskraft anbieten.
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