| Am Dienstag, dem 14. Januar 2003, wird auch an der DEKRA-Akademie Berlin eine Urabstimmung durchgeführt werden.
Nachdem der Geschäftsführer der DEKRA, Hans-Ulrich Sachs, auch nach massiven Warnstreiks Ende letzten Jahres keine Verhandlungsbereitschaft signalisiert hat, sieht sich die GEW gezwungen, zu schärferen Arbeitskampfmitteln zu greifen. Für den damit verbundenen wirtschaftlichen Schaden trägt alleine die Geschäftsleitung von DEKRA die Verantwortung.
Die DEKRA ist einer der größten Weiterbildungsträger in Deutschland. Mit den eigenen Beschäftigten springt das Management in Stuttgart nach Gutsherrenart um: Statt eines Tarifvertrages gibt es Betriebsvereinbarungen, an denen der Arbeitgeber nach Belieben herumknapsen kann und das tut er auch. Nullrunden und einseitig verordnete Verschlechterungen sind an der Tagesordnung. Dem wollen die Beschäftigten nicht länger hilflos zusehen. Deshalb fordern sie einen Tarifvertrag, um ihre Einkommens- und Beschäftigungsbedingungen partnerschaftlich auszuhandeln.
Ilse Schaad, im Vorstand der GEW BERLIN zuständig für Tarifverhandlungen, erklärte: „Ich gehe davon aus, dass auch bei der DEKRA-Akademie in Kürze erkannt werden wird, dass der Betriebs- und Tariffrieden am Ende billiger ist, als Unsicherheit und Ungewissheit auch für die Betriebsleitung.
Sollte der Arbeitgeber diese letzte Chance zur Aufnahme von Verhandlungen nicht nutzen, wird es in der nächsten Woche zu bundesweiten Erzwingungsstreiks kommen.“
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