| Nachdem sich Anfang Januar über 80 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder bei der bundesweit agierenden DEKRA-Akademie in einer Urabstimmung für weitere Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen hatten, haben am 21.01.03 über 200 Beschäftigte aus dem ganzen Bundesgebiet vor dem Hauptsitz der DEKRA-Akademie in Stuttgart eindeutig zum Ausdruck gebracht, dass sie ihre Streikaktionen solange fortsetzen werden, bis die Geschäftsleitung ihre Bereitschaft zu Aufnahme von Tarifgesprächen mit der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft signalisiert.
Auch die Berliner GEW-Mitglieder waren angereist. Die Arbeitskampfmaßnahmen werden vorerst auch am 22. und 23. Januar durchgeführt. Kurzfristig anzusetzende, weitere Aktionen wurden angekündigt.
Hierzu Ilse Schaad, Tarifexpertin bei der GEW BERLIN: „Insbesondere für die Tarifregion Ost, zu der auch Berlin gehört, ist die tarifvertragliche Vereinbarung von Mindestnormen bei den allgemeinen Arbeitsbedingungen und der Bezahlung unabdingbar. Hierbei geht es schon lange nicht mehr um „Traumgehälter“. Es ist absurd, dass ein mit erheblichen öffentlichen Mitteln gefördertes Unternehmen in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung die Arbeitsbedingungen seiner eigenen Beschäftigten auf ein Niveau absenken möchte, dass sich die Beschäftigten am besten gleich selbst unterrichten sollten, um noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben“.
Die Beschäftigten der DEKRA Akademie hatten in den vergangenen Jahren erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Nachdem es bei der DEKRA-Akademie in diesem Jahr für die Beschäftigten keine Gehaltserhöhungen gegeben hat, ist es erstes Ziel der GEW, in Tarifverhandlungen den Anschluss an die allgemeine Gehaltsentwicklung wiederherzustellen. Die allgemeinen Arbeitsbedingungen sollen in Tarifverhandlungen festgeschrieben und weiterentwickelt werden. Bisher lehnt die Geschäftsleitung der DEKRA Akademie Gespräche mit der Gewerkschaft kategorisch ab.
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