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Fachgruppe Gymnasien fordert Arbeitsentlastung
Letzte Aktualisierung: 14.12.2007


Die Fachgruppe Gymnasien der GEW BERLIN hat sich in einem offenen Brief an Senator Zöllner gewandt, in dem stärkere Entlastungen für KollegInnen gefordert werden, die in der gymansialen Oberstufe unterrichten bzw. Abiturprüfungen abnehmen:

An den
Senator für Bildung, Wissenschaft
und Forschung, Herrn Prof. Zöllner
Beuthstr. 6 – 8

10117 Berlin

 

 


Zur Kenntnis an

  • Herrn Landesschulrat Pokall
  • Herrn Oberschulrat Nitschke
  • Herrn Oberschulrat Reitschuster
  • Die Vorsitzende der GEW Berlin, Rose-Marie Seggelke
  • Die Beschäftigten in den Berliner Gymnasien und Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe

 

Offener Brief der Fachgruppe Gymnasien der GEW BERLIN


Berlin, 07.12.07


Sehr geehrter Herr Senator,

die Fachgruppe Gymnasien in der GEW BERLIN verfolgt mit kritischem Interesse die vielfachen Neuerungen in der gymnasialen Oberstufe, die in den letzten Jahren auf die KollegInnen zuge-kommen sind.

Wir haben zustimmend zur Kenntnis genommen, dass es zu Beginn und im Laufe dieses Schuljah-res einige Korrekturen am bisherigen Kurs der immer stärkeren Belastung der KollegInnen gege-ben hat.

In den letzten Jahren sahen sich die KollegInnen bei mehrfacher Erhöhung der Arbeitszeit mit im-mer neuen und zusätzlichen Aufgaben konfrontiert. Es müsste auch im Interesse des Dienstherren liegen, dass perspektivisch im Sinne von Qualitätssicherung und der Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz mit unserer Arbeitskraft effizienter umgegangen wird. Deshalb stellen wir fest, dass die vorgenommenen Veränderungen nicht ausreichen und fordern deshalb weitere Schritte.

Im Einzelnen betrifft dies:

  • Eine Erhöhung des Oberstufenfaktors, der die tatsächlichen Belastungen in der gymnasia-len Oberstufe und speziell die Abiturbelastung berücksichtigt; wir könnten uns vorstellen, dass den Schulen je 100 Schüler in der gymnasialen Oberstufe zehn Anrechnungsstunden mehr zur Verfügung gestellt werden.
  • Da es auch in diesem Schuljahr keine Verlängerung des Korrekturzeitraumes für die schrift-lichen Abiturarbeiten gibt, erwarten wir eine verbindliche und transparente Regelung für die Gewährung von Korrekturtagen; wir schlagen vor, dass ab 8 Korrekturen ein Tag, ab 12 Korrekturen zwei Tage und über 15 Korrekturen drei Tage zu gewähren sind.
  • Die Einführung von unterrichtsfreien Prüfungsblöcken zur Durchführung der mündlichen Prüfungen im Abitur und der Prüfungen in besonderer Form beim Mittleren Schulabschluss, die anderen Schüler haben unterrichtsfrei.

Darüber hinaus schlagen wir vor:

  • Eine Veränderung des Protokollvordrucks für die Abiturprüfung im vierten Prüfungsfach. Bei der Verringerung der Mitglieder in den Fachausschüssen ist ein Formular erforderlich, das die Bewertung in einem Ankreuzverfahren deutlich macht und gleichzeitig sicherstellt, dass die wesentlichen Aspekte gerichtsfest erfasst werden.
  • Eine Veränderung der Anforderungen im 4. Prüfungsfach des zweiten Aufgabenfeldes, welche die SchülerInnen gegenüber anderen Fächern nicht benachteiligt. Die aktuelle Re-gelung stellt eine unnötige Verschärfung der EPA dar.

 

Mit freundlichem Gruß

Michael Brüser
Vorsitzender der Fachgruppe Gymnasien
der GEW BERLIN




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