| So lautet das Motto der DGB-Gewerkschaften zum 1. Mai 2003. In der politischen Führung muss umgedacht werden. Schon ein schlaglichtartiger Blick auf den Umgang mit der Bildung nach dem PISA-Schock macht das deutlich.
In den Kitas wurden ErzieherInnenstellen gestrichen und die Gruppengrößen erhöht. In der Schule werden trotz drohenden Lehrermangels junge Kolleginnen und Kollegen nicht eingestellt. Stattdessen wurde die Arbeitszeit für die Älteren z. T. drastisch verlängert. Die Kürzungen in der Weiterbildung sprechen den Forderungen nach lebenslangem Lernen Hohn, und die Hochschulen schaffen es mit den angedachten Sparvolumen nicht mal mehr, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Und das soll nach dem Willen der SPD die Stadt des Wissens sein!
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: „Was Berlin fehlt, ist eine Vision, ein Gesamtkonzept für die Zukunft. In Regierungserklärungen und Koalitionspapieren heißt es, dass wesentliche Stützpfeiler der Zukunft dieser Stadt Arbeit, Bildung und Wissenschaft sind. Realpolitisches Handeln macht aber genau diese Bereiche platt. Der Senat und die politisch Verantwortlichen verhalten sich paradox.
Angeordnet wird Arbeitszeitverlängerung statt Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen, was gerade im Bereich Bildung verheerende Folgen hat. Qualitätsentwicklung von Bildungseinrichtung wird damit zu Grabe getragen und die Zukunft der jungen Generation nachhaltig geschädigt.“
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