GEW Berlin
GEW BERLIN
Home  
Aktuelles  
Adressen  
Downloads  
GEW-Zeugnis  
Gruppen|Gremien  
Informationen  
Inhalt  
Lehrproben  
Mitgliederportal  
Mitglied werden  
Seminare  
Service  
Themen  
Veranstaltungen  
Zeitschrift (blz)  
Impr./Kontakt  
Nr. 29/2003 | Montag, 12. Mai 2003
Weitere Schildbürgerstreiche beim Sparen in Berlin
Wenn wir schon die Lernmittel streichen und die Eltern pro Kind pro Schuljahr mit 100,00 € zur Kasse bitten, dann brauchen wir in den Berliner Oberstufenzentren auch keine Bibliotheken mehr, müssen sich die “Sparlakaien” in der Bildungsverwaltung gesagt haben. Denn im Jahr 2004 sollen alle 10 Stellen wegfallen.

”Es ist totaler Irrsinn, erst für die Berufsschülerinnen und –schüler die Lernmittelfreiheit zu streichen und die Eltern der anderen Jugendlichen mit 100 Euro an den Lernmitteln zu beteiligen und dann die Fachkräfte für unsere OSZ - Bibliotheken wegzusparen. Die OSZ sind aufgefordert, Lernfeld-Konzeption und handlungsorientierten Unterricht entsprechend der Rahmenvorgaben der KMK umzusetzen. Wenn diese Vorgaben umgesetzt werden sollen, müssen für die Lehrenden und Lernenden die gut sortierten und gepflegten Bibliotheken erhalten bleiben. Wie sollen die Schüler/innen zu eigenständigerem Lernen gebracht werden, wenn ihnen der Zugang zur Literatur erschwert wird und sie ihre Recherchen für den Unterricht nicht mehr an den Internet-Arbeitsplätzen in den Bibliotheken machen können? Wir brauchen die Bibliotheksfachkräfte dringend, denn ohne sie werden die OSZ- Bibliotheken innerhalb kürzester Zeit nicht mehr nutzbar sein,” sagt Rosemarie Pomian, Leiterin des Referats für berufliche Bildung und Weiterbildung der GEW BERLIN.

Mit 10 Stellen werden derzeit die Bibliotheken an 14 Oberstufenzentren aufrecht erhalten, einige nur mit einer halben Stelle. Es sind einzigartige Bibliotheken, denn sie sind mit der zu dem jeweiligen Berufsfeld passenden Schwerpunktfachliteratur ausgestattet. Diese wird nicht nur gepflegt, sondern auch auf den neuesten Stand gebracht. Sie stehen allen Schüler/innen an den Oberstufenzentren zur Verfügung, den BerufsschülerInnen genauso wie den FachoberschülerInnen. Als Präsenzbibliotheken können sie von allen Berliner/innen genutzt werden, ausleihen können allerdings nur die Lehrkräfte, die anderen MitarbeiterInnen und alle SchülerInnen des jeweiligen Oberstufenzentrums.

Wer heute die OSZ-Bibliotheken schließen will, weil er sie für überflüssigen Luxus hält, sei an den Weimarer Bibliotheksdirektor Goethe erinnert, der sich in einer Bibliothek ”wie in der Gegenwart großen Kapitals” fühlte, ”das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.”.

 


zurück nach oben
Login
Registrieren
Hilfe
Beitragsquittung für 2011 ausdrucken
Mitmachen: Projekte
Jahrgang 2012
Jahrgang 2011
Jahrgang 2010
Jahrgang 2009
Jahrgang 2008
Jahrgang 2007
Jahrgang 2006
Jahrgang 2005
Jahrgang 2004
Jahrgang 2003
Jahrgang 2002
Nr. 19 / 2012 | 07.05.2012
GEW erfreut über Grips-Rettung
Nr. 18 / 2012 | 27.04.2012
Es ist geschafft: Bei der Lebenshilfe gGmbH Berlin gibt es endlich einen Haustarifvertrag!
Nr. 17 / 2012 | 20.04.2012
Erfolg für 50 neue Referendar/-innen
Nr. 16 / 2012 | 17.04.2012
Die GEW BERLIN unterstützt das Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung
Nr. 15 / 2012 | 16.04.2012
Rettet das Grips-Theater!
 
Presseerklärungen der "Vereinigung der Ber-liner Schulleiter/innen" in der GEW (VBS)