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Nr. 05 / 2008 | Freitag, 15. Februar 2008
Masterplan in der Lehre - nicht mehr als ein Trostpflaster
Die von Wissenschaftssenator Zöllner geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre in den Berliner Hochschulen sind zwar dringend notwendig, können aber den Abbau von Personal und Studienplätzen in den letzten Jahre nicht einmal annähernd rückgängig machen. Während für den Masterplan in der Lehre insgesamt 57,7 Mio. € befristet für die Jahre 2008 bis 2011 zur Verfügung stehen (einschließlich der Mittel aus dem Hochschulpakt), müssen die Universitäten eine dauerhafte Kürzung ihrer Budgets um 75 Mio. € verkraften. Das macht allein einen weiteren Abbau von 20 % der Professuren (216 Professuren) mit dem dazugehörigen Personal aus.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Der Masterplan in der Lehre verdient den Namen nicht. Berlin hat in den letzten 10 Jahren 30.000 Studienplätze und Personal im Umfang einer großen Universität gestrichen. Auf der anderen Seite sind die Studierendenzahlen mit ca. 133.000 konstant hoch geblieben. Jetzt sollen es ein paar zusätzliche Tutorenstellen und befristete Lehrprofessuren richten. Das ist nicht mehr als ein Trostpflaster. Die erheblichen Defizite in der Lehre werden so nicht behoben.“

Die GEW BERLIN kritisiert die deutliche Schieflage der „Ausbildungsoffensive“ gegenüber dem Forschungsteil des Masterplans. Während das Land Berlin für die Forschung, einschließlich der Kofinanzierung für die Exzellenzinitiative 150 Mio. € bereitstellt, sind es für die Lehre nur 35 Mio. €.

Rose-Marie Seggelke: „Wenn Herr Zöllner es ernst meint mit seiner Ausbildungsoffensive, müssen dafür mindestens so viel Mittel wie für die Forschung bereit gestellt werden, und zwar dauerhaft. Der Anstieg der Zahl der Studienbewerber/innen und die notwendige Erhöhung der Lehr- und Betreuungskapazität in den neuen BA- und MA- Studiengängen sind kein vorübergehendes Phänomen. Berlin muss die Hochschulen dauerhaft deutlich besser ausstatten.“

 

 


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