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Nr. 41/2003 | Freitag, 20. Juni 2003
GEW droht mit Warnstreik noch vor den Sommerferien
Anfang des Jahres erhöhte der Senat über Nacht die Pflichtstundenzahl der Berliner Lehrkräfte von 0,5 Stunden in den Grundschulen bis zu 4 Stunden in den Schulen des 2. Bildungsweges. Regelmäßig und öffentlich hatten Regierender Bürgermeister und Innensenator erklärt, diese Pflichtstundenerhöhung rückgängig zu machen, wenn die Bundesratsinitiative zur Öffnung der Beamtenbesoldung erfolgreich wäre und das Land Berlin Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei den Beamtinnen und Beamten streichen könnte. In wenigen Tagen wird das entsprechende Gesetz auf Bundesebene beschlossen. Gleichzeitig erklärte der Innensenator, dass die Pflichtstundenerhöhung nicht zurückgenommen werde.

Die GEW BERLIN hat deshalb den Innensenator letztmalig aufgefordert, Verhandlungen über einen Tarifvertrag, über die Pflichtstundenzahl und die Eingruppierung der Lehrkräfte aufzunehmen. Bisher lehnte der Senat diese Verhandlungen mit fadenscheinigen Gründen ab. Diese Weigerung, mit der GEW BERLIN als zuständiger Gewerkschaft zu verhandeln, wird nun zu Konsequenzen führen. Dies teilte die GEW BERLIN dem Innensenator unmissverständlich mit.

Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: "Wir rufen die Beschäftigten am 27.06.03 in den ersten beiden Unterrichtsstunden zu einem ersten Warnstreik zur Durchsetzung unserer Forderungen nach Abschluss eines Tarifvertrages und nach Rücknahme der Pflichtstundenerhöhung auf."

Die GEW BERLIN wird in allen Bezirken Streikschwerpunkte bilden. Es ist davon auszugehen, dass es in den meisten Schulen Berlins zu erheblichen Beeinträchtigungen des Unterrichtsbetriebes kommt.


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