| Die IG Metall hat die Arbeitgeber der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie aufgefordert, bis zum 25.06.2003 an den Verhandlungstisch zur Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit zurückzukehren.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di, ), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützen die Forderung der IG Metall nach schrittweiser Einführung der 35-Stunden-Woche für die Arbeiter/innen und Angestellten in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie.
Im Zusammenhang mit einer Solidaritätsaktion für die Streikenden der Firma Otis GmbH erklärte
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN hierzu:
„Wir unterstützen den Kampf der Metaller, weil wir als Gewerkschaft mehr Arbeitsplätze wollen. Deswegen ist die Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit die richtige Forderung.
Deutsche Firmen können sich am Markt langfristig nur mit Qualitätsarbeit von hochqualifizierten und hochmotivierten Beschäftigten durchsetzen. Deshalb werden ostdeutsche Arbeitgeber „einbrechen“, die nur auf die „Standortvorteile“ längere Arbeitszeit und Dumpinglöhne bauen. Es ist also im Interesse der Arbeitgeber, wenn durch einen Flächentarifvertrag zur Angleichung der Arbeitszeit relativ einheitliche Rahmenbedingungen für alle Unternehmen der ostdeutschen Stahl- und Elektroindustrie hergestellt werden.“
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