| Auf einer gut besuchten Versammlung der Vertrauensleute der Berliner Schulen wurden letzte Vorbereitungen für den Warnstreik zur Durchsetzung eines Tarifvertrags über die Arbeitszeit und Eingruppierung der Lehrkräfte und für die Zurücknahme der Pflichtstundenerhöhung getroffen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmen darin überein, dass es jetzt keine Alternative zu Streikmaßnahmen zur Durchsetzung dieser Ziele gibt.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die GEW BERLIN sich nicht leichtfertig für diesen Schritt entschieden hat. Nach langen und geduldigen Verhandlungen mussten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erkennen, dass die Regierungskoalition aus SPD und PDS ihr anfangs gegebenes Versprechen die Pflichtstundenerhöhung für Lehrkräfte zurückzunehmen, wenn es eine Öffnungsklausel für die Beamtenbesoldung gibt, brechen wird.
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: „Die Regierungskoalition hat die Öffentlichkeit und die Beschäftigten in dieser Frage von Anfang an arglistig getäuscht.“
In dieser und in der vergangenen Woche fanden in allen Regionen Personalversammlungen der Lehrkräfte statt. In diesen wurde breite Unterstützung für die Streikaktivitäten deutlich.
Ulrich Thöne: „Wir wissen, dass die Auseinandersetzung mit dem Berliner Senat um die Frage der Berliner Lehrerarbeitszeit nicht leicht werden wird. Wir wissen aber auch, dass der Senat seine Kürzungspolitik im Bildungsbereich fortsetzen wird, wenn wir ihn nicht aufhalten. Dazu sind wir entschlossen.“
|