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Nr. 46/2003 | Freitag, 27. Juni 2003
Gute Beteiligung am 1. Warnstreik an Berliner Schulen
Mehr als 4.000 der gewerkschaftlich organisierten Lehrkräfte traten heute morgen trotz zum Teil massiver Repressalien in den ersten beiden Unterrichtsstunden in einen 1. Warnstreik.

An allen 11 zentralen Streiktreffpunkten sowie vor einer Reihe von Einzelschulen trafen sich streikende Lehrkräfte, um ihrer Forderung nach Rücknahme der Pflichtstundenerhöhung und Abschluss eines Tarifvertrages Nachdruck zu verleihen.

Mitglieder des Bundesvorstandes und die Vorsitzenden verschiedener GEW-Landesverbände (z. B. Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie anderer DGB-Gewerkschaften wie z. B. ver.di, IG Metall) unterstützen die Streikenden.

Eva-Maria Stange, Bundesvorsitzende der GEW, zitierte auf der Streikversammlung im Thälmannpark den Bildungssenator Klaus Böger: „Die deutsche Geschichte ist arm an Momenten, in denen die Menschen ihr Leben selbst in die Hand genommen haben, gegen die Obrigkeit vorgingen und demokratische Rechte einforderten. Gerade deshalb ist es aber wichtig, diese wenigen Lichtpunkte deutscher Demokratiegeschichte zu pflegen. 1953 erwuchs aus dem sozialen Protest der Bauarbeiter der Stalinallee gegen die Normerhöhung und Lohnkürzung die politische Forderung nach demokratischen Rechten ...“ (Geleitwort des Bildungssenators in „Der 17. Juni 1953 – Eine Handreichung für den Unterricht“.)

Die GEW BERLIN kündigte auf allen Streikversammlungen den 2. Warnstreik für den 15.08.03 (12.00 Uhr auf dem Alexanderplatz) an. Dieser Tag ist einer der von der Verwaltung angeordneten Präsenztage in den Sommerferien, die von den Lehrkräften überwiegend als „Stubenarrest“ wahrgenommen werden.

Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW BERLIN: „Dies war ein Anfang. Die Berliner Lehrkräfte haben heute morgen ihre Entschlossenheit gezeigt: die Pflichtstundenerhöhung muss umgehend zurückgenommen werden.“

 


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