| Im Jahr 2004 will das Land Berlin nur einen Einstellungstermin für Lehramts-Referendarinnen und Referendare anbieten. Die Senatsbildungsverwaltung hat eine entsprechende Änderung der Ausbildungsordnung vorgelegt. Danach sollen neue Referendarinnen und Referendare nur im August 2004 und ab dem Jahr 2005 jeweils im Februar und August aufgenommen werden.
Die stellvertretende Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke erklärt: „Durch die Streichung eines Einstellungstermins zum Lehramts-Referendariat werden sich die Wartezeiten auf einen Referendariatsplatz weiter verlängern. Im kommenden Jahr werden statt der üblichen 900 Neueinstellungen nur etwa 450 neue Referendarinnen und Referendare anfangen können. Es ist absurd, die Lehrer/innenbildung durch die Einführung von Bachelor und Master verkürzen zu wollen und im selben Atemzug weitere Zwangspausen in der Ausbildung zu verordnen.“
Zur Zeit stellt Berlin jeweils im Mai und November ins Referendariat ein. Bildungssenator Böger will durch die Terminverschiebung erreichen, dass die Referendarseinstellungen parallel zum Beginn des Schuljahres bzw. Schulhalbjahres erfolgen. Gleichzeitig sollte dadurch ein schnellerer Referendariatsbeginn nach Abschluss des Ersten Staatsexamens erreicht werden.
„Die Orientierung der Referendariats-Einstellungen am Beginn des Schuljahres ist sowohl für die Organisation der Ausbildung als auch für die Ausbildungsschulen ungünstig. In der Ausbildung bleibt dann kaum Zeit, die notwendigen Einführungsveranstaltungen und Kurse durchzuführen. Den Schulen nützt es wenig, wenn sie erst zum Schuljahresbeginn erfahren, welche Referendarinnen und Referendare ihnen zugeteilt werden. Denn die Unterrichtsplanung muss da längst abgeschlossen sein“, so Rose-Marie Seggelke weiter.
Die GEW BERLIN fordert Bildungssenator Böger auf, diese unsinnige Terminverschiebung auf Kosten der angehenden Lehrer/innen fallen zu lassen. Alternativ müssen im Jahr 2004 mindestens 200 zusätzliche Referendariatsplätze bereitgestellt werden, um den absehbaren Einbruch der Einstellungsquote abzumildern.
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