| Die GEW BERLIN ruft alle angestellten Lehrkräfte zu einem ganztägigen Streik am 15. September auf. Gleichzeitig wird an diesem Tag die Urabstimmung unter den angestellten Lehrkräften beginnen.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Wir haben vor den Ferien erklärt, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sich nicht mit einem Almosen aus der gnädigen Hand des Regierenden Bürgermeisters abspeisen lassen. Eine Gehaltserhöhung, die umgerechnet pro Tag ca. 80 Cent netto ausmacht, ist schlicht unverschämt. Die Streiks gehen weiter!“
Von den 28.000 Berliner Lehrkräften der staatlichen Schulen sind ungefähr 5.000 im Angestelltenverhältnis. Das sind vor allem die jüngeren, da Berlin seit 2004 nicht mehr verbeamtet.
Rose-Marie Seggelke: „Es geht nicht um Verbeamtung; deshalb waren die Vorstöße der Herren Müller und Zöllner, die vom Regierenden Bürgermeister rüde abgewürgt wurden, die falsche Antwort auf das richtig erkannte Problem. Es geht darum, junge Lehrkräfte in Berlin zu halten. Nach der letzten Einstellungsrunde sind die Bewerbungslisten praktisch leergefegt. Wer jetzt tarifliche Verbesserungen blockiert, trägt die Mitschuld am absehbaren Lehrermangel.“
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