| Die GEW BERLIN hat alle angestellten Lehrkräfte des Landes für den 15. September zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Gleichzeitig wird an diesem Tag die Urabstimmung unter den angestellten Lehrkräften beginnen.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Herr Wowereit hat wohl gedacht, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit seiner Zwangsbeglückung der Einmalzahlung ruhigstellen zu können. Das macht pro Tag ca. einen Euro mehr im Portemonnaie aus - angesichts der Inflationsrate und angesichts der Entwicklung in den anderen Bundesländern mehr als lächerlich!“
Gerade im Schulbereich wird die Schere zwischen Berlin und den anderen Bundesländern immer mehr zum Problem. Die Bewerbungslisten für viele Fächer sind leergefegt; junge Lehrkräfte sind kaum noch bereit in dieser Stadt zu bleiben. Die Ankündigung des Senats, für 2009 ist auch nicht mehr zu erwarten, wirkt sich in dieser Situation verheerend aus.
Rose-Marie Seggelke: „Auf der einen Seite verkündet der Bildungssenator ehrgeizige Pläne zur Schulreform. Auf der anderen Seite vertreibt sein eigener Senat diejenigen, die diese Reformen umsetzen sollen, aus der Stadt. Die sture Haltung des Regierenden Bürgermeisters macht alle pädagogischen Reformpläne immer mehr zur Makulatur.“
Die Streikenden versammeln sich am Brandenburger Tor und gehen von dort ab 09:00 Uhr zum Leipziger Platz. Sie werden dabei etlichen Landesvertretungen ihren Besuch abstatten und sich dort um Stellen bewerben. Denn:
„Etwas Besseres als Berlin finden wir allemal!“
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