 |
Die Ausbildungsschule |
 |
 |
Tipps zum Referendariat |
 |
 |
 |
Stand: 11/2011 Die Ausbildungsschule
Die Zuweisung der Ausbildungsschulen wird durch die LeiterInnen der Allgemeinen Seminare vorgenommen. Da seit geraumer Zeit der Beginn des Referendariats auf den Schuljahres- bzw. Schulhalbjahresanfang gelegt wurde, planen euch die Schulen von Anfang an im Unterricht ein. Der Vorteil ist, dass ihr nicht erst einige Wochen mehr oder weniger mitlauft und nicht so richtig wahrgenommen werdet. Der Nachteil besteht darin, dass die Schulen euch meist sofort mit ca. 7 Stunden selbstständigem Unterricht betrauen und ihr kaum Zeit habt, erst mal reinzuschnuppern, zu hospitieren und die Geheimnisse der Schule zu ergründen. Zur Höhe des Ausbildungsunterrichts – siehe nächstes Kapitel. Patentrezepte für das erste Zurechtfinden in der Schule gibt es nicht. Dazu sind die Gegebenheiten zu unterschiedlich. Sehr hilfreich wäre es, wenn euch von Anfang an erfahrene Lehrerinnen und Lehrer als MentorInnen betreuen und unterstützen würden. In der Praxis muss man sich meist selbst darum kümmern, jemanden aus dem Kollegium als MentorIn zu gewinnen. Die Stellung der Mentorinnen und Mentoren wurde in den neuen Verordnung für den Vorbereitungsdienst leider weiter geschwächt. Die SchulleiterInnen können Mentorinnen und Mentoren zuweisen, sind aber nicht mehr dazu verpflichtet. Dazu kommt, dass die Kolleginnen und Kollegen dafür weder eine Ermäßigung ihrer eigenen Unterrichtsverpflichtung erhalten, noch für diese wichtige Aufgabe qualifiziert werden. Das hat die GEW erneut scharf kritisiert. Wenn euch die SchulleiterInnen keine MentorInnen zuweisen, sprecht Kolleginnen und Kollegen selbst an und bittet sie, euch zu unterstützen, sich euren Unterrichts anzuschauen und euch in ihrem Unterricht hospitieren zu lassen. Viele Lehrerinnen und Lehrer sind dazu gern bereit. Wenn es allerdings nicht klappt, wendet euch an die Schulleitung und an eure Allgemeine/n SeminarleiterIn. Denn diese sind für eure gesamte Ausbildung verantwortlich. Wichtig ist, dass ihr die SchulleiterInnen mit zu Unterrichtsbesuchen („Lehrproben“) einladet (siehe auch Kapitel Unterrichtsbesuche, Seite 12). Denn am Ende der Ausbildung müssen die SchulleiterInnen euren Leistungsstand bewerten und sind außerdem Mitglied des Prüfungsausschusses. Es ist daher sinnvoll, wenn sie sich rechtzeitig und kontinuierlich ein Bild von eurem Unterricht machen können. Tipp: Es kann sein, dass ihr nie dem gesamten Kollegium vorgestellt werdet. Um schneller mit euren Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen, empfiehlt es sich einen Steckbrief von euch ans Infobrett im Lehrerzimmer zu hängen. Sprecht Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kollegium gezielt an und bittet sie, euch bei der ersten Orientierung in der Schule zu unterstützen. Auch so banale Dinge, wie Kopierer, sonstige Technik oder gar die angestammten Plätze im Lehrerzimmer wollen ergründet sein. Oft wird ein „Einstand“ (z. B. ein Kuchen) erwartet. An vielen Schulen gibt es GEW-Vertrauensleute. Fragt in der GEW BERLIN nach, wer diese Funktion in eurer Schule wahrnimmt und bittet die Kollegin bzw. den Kollegen um Rat und Unterstützung.
|
 |
 |