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Unterricht unter Anleitung |
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Tipps zum Referendariat |
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Stand: 11/2011
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Unterricht unter Anleitung
Der Unterricht unter Anleitung sieht im schlimmsten Fall so aus, dass die anleitende Lehrerin/der anleitende Lehrer (MentorIn) in eurem Unterricht anwesend ist und ihr lediglich ein Gefühl der Kontrolle und Befangenheit verspürt. Im günstigsten Fall könnt ihr mit ihnen den Unterricht gemeinsam planen, von ihnen Anregungen in jeglicher Hinsicht bekommen und gemeinsam im Anschluss an euren Unterricht darüber reflektieren. Eine vernünftige Ausbildung durch anleitende LehrerInnen bzw. MentorInnen setzt ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis voraus. Die Realität der Anleitung ist in der Praxis allerdings häufig ernüchternd. In manchen Schulen werden die anleitenden LehrerInnen bzw. MentorInnen von der Schulleitung „bestellt“. Diese werden dabei vielleicht kaum befragt, erledigen ihre Aufgabe mehr oder weniger widerwillig und ohne Engagement (es ist ja eine unbezahlte Zusatzbelastung) und sind euch persönlich vielleicht nicht gerade sympathisch. Es gibt natürlich auch das andere Extrem: Sie sind überengagiert, überfordernd, euphorisch, man wird sie nicht mehr los. Sie lassen keinen Freiraum für Experimente oder das Abweichen von „bewährten“ Methoden, wobei sie ständig betonen, dass unendlich viele Wege möglich sind. Sie betrachten die Lerngruppe als die „ihre“, in der nur sie etwas zu sagen haben.
Wenn es möglich ist, sucht euch selbst eure Mentorinnen bzw. Mentoren aus und sprecht dazu gezielt Kolleginnen und Kollegen an. Manchen SchulleiterInnen ist das durchaus recht, und so sind z. B. auch mehrfache Wechsel von MentorInnen in unregelmäßigen Abständen möglich. Eine Mentorin oder einen Mentor zu haben ist aber nur dann bereichernd, wenn sie/er euch eine Rückmeldung zu eurem Unterricht gibt. Der Mentorin bzw. dem Mentor kann es dabei helfen, wenn sie/er eine konkrete Beobachtungsaufgabe (z.B. „War mein Impuls deutlich?“) hat. Seid offen für Kritik und versucht sie für eure Entwicklung zu nutzen.
Tipp: Besonders günstig ist es, Unterricht unter Anleitung und selbstständigen Unterricht in Parallelklassen zu haben. Das bedeutet aber eine rechtzeitige „Einflussnahme“ auf den Stundenplan, denn ihr steht der Schule ja nicht jeden Tag zur Verfügung.
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