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Die Krise als Chance für politische Veränderungen – was können wir als Gewerkschaft dazu beitragen?
LDV-Beschluss Nr. 10 vom 04.06.2009
Letzte Aktualisierung: 04.06.2009

Wir zahlen nicht für eure Krise –
die Rolle der GEW BERLIN in der aktuellen Diskussion zur Krise

Die GEW BERLIN

  • unterstützt den Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenkosten auf die Beschäftigten,
  • organisiert weiterhin für ihre Mitglieder Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise und zur Darstellung alternativer Politikansätze,
  • wird vor der Bundestagswahl die Parteien danach befragen bzw. bewerten, mit welchen Maßnahmen sie
  • in den kommenden Jahren die Verursacher der Krise in die Verantwortung nehmen,
  • die neoliberale Politik zugunsten einer sozialstaatlichen Politik beenden,
  • die Schere der Reichtumsverteilung wieder zugunsten mittlerer und unterer Einkommensgruppen verringern,
  • die Ausweitung der finanziellen Möglichkeiten staatlichen Handelns befördern werden,
  • mit welchen Maßnahmen sie die Grundfunktionen des Finanzsektors (Zahlungssystem, Einlagensicherung, Kreditversorgung...) zukünftig sicherstellen werden,
  • ob sie Finanzpraktiken verbieten werden, die sich als besonders destabilisierend erwiesen haben,
  • ob sie die Konjunktur ankurbeln werden mit Steigerung öffentlicher Investitionen und Personalausgaben.
    • flankiert die kommende Tarifauseinandersetzung mit dem Senat im Rahmen der Beendigung des Anwendungstarifvertrages durch Formulierung von Forderungen, die ausdrücklich volkswirtschaftliche und konjunkturpolitische Gesichtspunkte einbeziehen (Bedeutung der Binnennachfrage, Arbeitszeitverkürzung...),
    • diskutiert mit ihren Mitgliedern das bildungsökonomische Programm der GEW (aus „Transparent“ 1.09), das die Festlegung des sog. Bildungsgipfels vom Oktober 2008 –  7 % des BIP als Bildungsausgaben – aufnimmt, und verbindet dies mit den aktuell in der Diskussion befindlichen Vorstellungen von notwendigen staatlichen Konjunkturprogrammen,
    • bereitet sich intensiv auf den DGB-Bundeskongress 2010 vor, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen gemeinsamen gewerkschaftlichen Weg aus der Krise zu entwickeln.


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