| Die GEW BERLIN fordert vom Berliner Senat einen neuen Masterplan zur Reform des Bologna-Prozesses in den Berliner Hochschulen. In den heute von Wissenschaftssenator Zöllner und den Hochschulleitungen unterzeichneten Hochschulverträgen ist für die dringend notwendige Verbesserung von Lehre und Studium kein zusätzlicher Cent vorgesehen. Sie sichern lediglich den Status quo der Struktur der Berliner Hochschulen.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Die Studierenden kämpfen seit Monaten für bessere Lehr- und Studienbedingungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen. Den Lippenbekenntnissen der Politik müssen jetzt Taten folgen. Die Reform der Reform des Bologna-Prozesses ist nicht zum Null-Tarif zu haben. Wir brauchen eine deutlich bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Hochschulen. Nur so lassen sich die Fehler in der Umsetzung des Bologna-Prozesses korrigieren.“
Die Hochschulverträge sind auf Grundlage der bisherigen Struktur der Studiengänge abgeschlossen worden. Die von der Politik versprochenen Änderungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen sind dabei nicht berücksichtigt. Die Verlängerung der BA-Studiengänge, eine bessere Betreuung und Beratung der Studierenden und die konzeptionelle und organisatorische Umsetzung der Reformen benötigen deutlich mehr Mittel und mehr reguläres Personal.
Rose-Marie Seggelke: „Die Ausbildung der Studierenden, die Lehre, ist die wichtigste Aufgabe der Hochschulen. Das muss sich endlich auch in der Personalausstattung widerspiegeln. Statt wie bisher auf Fristverträge und miserabel bezahlte Lehraufträge zu setzen, müssen mehr wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und Lehrkräfte dauerhaft eingestellt werden. Darüber hinaus muss die personelle Ausstattung der Immatrikulations- und Prüfungsämter sowie der Studienberatungen deutlich gestärkt werden.“
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