| Das Abgeordnetenhaus hat mit seiner heutigen Entscheidung den gesetzlichen Weg für eine weitreichende Schulreform freigemacht. Berlin wird neben den Sonderschulen nur noch zwei Oberschularten kennen, das Gymnasium und die Integrierte Sekundarschule.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Wir begrüßen diese Reform als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Ein mehrgliedriges Schulsystem wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Wir sind uns mit Senator Zöllner darin einig, dass der unglückliche Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und damit ungleich verteilten Bildungschancen aufgebrochen werden muss. Die Integrierte Sekundarschule kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“
Allerdings, das haben die Informationsveranstaltungen der letzten Wochen gezeigt, bleiben noch viele Fragen offen.
Rose-Marie Seggelke: „Es bleiben noch wenige Monate. Senator Zöllner muss die restliche Zeit bis zu Beginn des Schuljahres 2010/11 dazu nutzen, die verunsicherten Eltern von den Vorteilen der Integrierten Sekundarschule zu überzeugen. Und er muss die Kolleginnen und Kollegen mitnehmen, die die Reform schließlich umsetzen sollen. Das heißt ganz konkret: Die künftigen Integrierten Sekundarschulen brauchen jetzt vor Ort zusätzliche Ressourcen um tragfähige Konzepte zu entwickeln. Eine Reform, die gelingen will, muss gut vorbereitet sein!“
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