| Die GEW BERLIN nimmt die Aufregung um die Schulzeitverkürzung mit Verwunderung zur Kenntnis.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Es dürfte bekannt gewesen sein, dass es wegen der Vergleichbarkeit der Abiturabschlüsse der Bundesländer zentrale Stundenvorgaben von Seiten der Kultusministerkonferenz (KMK) gibt. Es dürfte auch vorher bekannt gewesen sein, dass die Verkürzung um ein Jahr eine Erhöhung der Wochenstundenzahlen mit sich bringt. Die Vereinigung der Oberstudiendirektoren und die FDP, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind vehement für diese Verkürzung eingetreten. Deshalb gibt es weder für Herrn Treptow noch für Frau Senftleben irgendeinen Anlass nun die Konsequenzen zu beklagen.“
Dabei bietet gerade Berlin genügend Alternativen. Das Gymnasium ist nicht mehr der Königsweg. An den Gesamtschulen, die jetzt Integrierte Sekundarschulen werden, an den Gemeinschaftsschulen und an den Oberstufenzentren ist es möglich das Abitur nach dreizehn Schuljahren abzulegen.
Rose-Marie Seggelke: „Die Erlangung der Hochschulreife an diesen Schulen ist kein ‚Abitur zweiter Klasse’, sondern ein gleichwertiger Abschluss. Dazu liegen inzwischen genügend Erfahrungen vor. Wir raten deshalb allen Eltern, die ihren Kindern das Abitur zutrauen, diese Alternativen sorgfältig zu prüfen.“
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