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DGB begrüßt Besoldungserhöhung als überfällig
Letzte Aktualisierung: 05.07.2010

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt die vom Abgeordnetenhaus verabschiedete Erhöhung der Gehälter und Pensionen der Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin. Die 1,5 %-ige Besoldungserhöhung wurde nach heftiger Kritik der Gewerkschaften um zwei Monate auf den 1. August 2010 vorgezogen. „Wir freuen uns, dass die Koalition weitere Haushaltsmittel bereit gestellt hat“, erklärte DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zinke, „allerdings hätten die unteren und mittleren Einkommensgruppen mehr davon gehabt, wenn das Geld in eine Pauschale für alle Beamtinnen und Beamten geflossen wäre.“ In diesen Einkommensgruppen liege das Jahresbrutto 2010 weiterhin unter jenem des Vorjahres. Grund dafür sei der Wegfall der Einmalzahlung der Jahre 2008 und 2009.

Der DGB hatte zusätzlich zur prozentualen Erhöhung eine Einmalzahlung von 300 € für dieses Jahr gefordert. „Bei dieser Haushaltslage und dem derzeitigen bundesweiten Trend war jedoch nicht mehr herauszuholen“, spielte DGB-Chefin Zinke auf das Sparpaket der Bundesregierung an, mit dem auch die Bezüge Bundesbeamten gekürzt werden. „Da ist es wenig hilfreich, wenn die Berliner FDP zwar Besoldungserhöhungen fordert, aber zeitgleich dieses Sparpaket als ’sozial ausgewogen’ befindet und beantragt, in Berlin ’in gleicher Weise aktiv zu werden’ “, kritisierte Zinke.

„Was fehlt, ist eine Perspektive, wie unsere Beamtinnen und Beamten wieder das bundesweite Besoldungsniveau erreichen“, erneuerte Zinke eine Kernforderung der Gewerkschaften. Auch nach der Erhöhung in 2010 werden Berliner Beamtinnen und Beamte pro Arbeitsstunde im Schnitt bis zu 5,4 % weniger verdienen als bei anderen Dienstherrn. „Auch die zweite beschlossene Erhöhung um 2 % zum 1. August 2011 schließt diese Lücke nicht“, erklärte Zinke.

Nun gelte es, die finanziellen Spielräume für weitere Anpassungsschritte an das bundesweite Besoldungsniveau abzusichern. „Für angemessene Einkommen im öffentlichen Dienst und die bedarfsgerechte Versorgung der Bürgerinnen und Bürger brauchen wir solide Staatseinnahmen“, mahnte Zinke. „Statt Steuergeschenken und unsozialer Kürzungen brauchen wir ein Einnahmepaket für Bund, Länder und Gemeinden“, so Zinke. Hierfür sollten auch diejenigen steuerlich zur Kasse gebeten werden, die die Krise „herbeispekuliert“ haben.



DGB-Info zur Besoldungserhöhung (pdf / 114 kb)


11.05.2010

DGB: Besoldungserhöhung ist Schrittchen in die richtige Richtung

Beim Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB) traf der Senatsbeschluss zur Erhöhung der Besoldung der Beamtinnen und Beamten am Dienstag auf ein zurückhaltendes Echo. „Wir haben uns eine deutlichere Anhebung gewünscht“, erklärte DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zinke. „Im Hinblick auf den Rückstand zu anderen Bundesländern ist das noch kein großer Schritt, allenfalls ein Schrittchen“, so die Spitzenvertreterin der Beamtinnen und Beamten weiter. In den kommenden Jahren müsse dazu mehr passieren.

„Wir erkennen aber auch an, dass in Zeiten von Haushalts- und Finanzkrise dem Senat dieser Beschluss nicht leicht gefallen ist“, so Zinke abschließend.

Nach dem Beschluss des Senats vom Dienstag soll die Besoldung der rund 72.400 Beamtinnen und Beamten sowie der Richterinnen und Richter des Landes Berlin ab dem 1. Oktober 2010 um 1,5 % und ab dem 1. August 2011 um weitere 2 % erhöht werden. Gleichzeitig sollen die Zahlungen an Pensionäre entsprechend angepasst werden.

Im bundesweiten Vergleich der Beamtenbesoldung ist Berlin mit Abstand Schlusslicht. Selbst Brandenburg, das auf dem vorletzten Platz rangiert, zahlt nach Angaben des DGB bis zu 5,8 Prozent mehr pro Jahr. Beamtinnen und Beamte des Bundes erhalten für die gleiche Arbeit in der gleichen Stadt sogar zwischen 7 und 14 Prozent mehr.


DGB fordert Stufenplan für Berliner Besoldung

19.04.2010

Am 5. Mai findet beim Innensenator endlich das nächste beamtenpolitische Beteiligungsgespräch statt, auf dem der DGB als zuständige Spitzenorganisation die Forderungen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes vorlegen wird. Die DGB-Gewerkschaften Berlins haben sich auf folgende Forderungen zur Besoldungsverbesserung verständigt:

Der DGB fordert einen Stufenplan, um schrittweise das Niveau der Bundesbeamten zu erreichen. Er sieht ab sofort monatlich 65 Euro mehr für die Beamtinnen und Beamten vor. Ab August 2011 sollen sie 97 Prozent der Bundesbesoldung erhalten. Dadurch würden sie mit den Tarifbeschäftigten gleichziehen, die seit Juni 2009 65 Euro mehr verdienen und deren Entgelte ab Herbst nächsten Jahres ebenfalls auf 97 Prozent der bundesweit einheitlichen Beträge der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) steigen werden. Seit der Föderalismusreform gibt es keine bundesweit einheitliche Besoldungstabelle mehr. Der DGB sieht daher im Bund die einzig sinnvolle Vergleichsgröße.

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