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Nr. | Dienstag, 1. Juni 2010
Gemeinsame Presseerklärung von ver.di Berlin und GEW BERLIN
Warnstreik der Gewerkschaften ver.di und GEW bei Mosaik – Werkstatt für Behinderte am Mittwoch, den 02.06.2010

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen die Belegschaft der Mosaik – Werkstatt für Behinderte, Bereich Ulmenallee zu einem ganztägigen (7:30 Uhr bis 17 Uhr) Warnstreik auf.

Hintergrund ist, dass der Arbeitgeber uns seit mehr als einem Jahr die Aufnahme von Tarifverhandlungen versagt hat und unsere Forderung den TVöD einzuführen komplett ablehnt. Die Gewerkschaften ver.di und GEW haben im Herbst des Jahres 2008 erste Bemühungen unternommen, mit dem Arbeitgeber ins Gespräch zu kommen.

„In der Vergangenheit führten viele Gründe dazu, dass uns der Arbeitgeber Gespräche versagte.“, so Heike Spies, Verhandlungsführerin von ver.di. „Erst wollte der Arbeitgeber mit seinem Betriebsrat Lohngrundsätze festlegen, in einem zweiten Schritt sollen nun einseitig von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten Vergütungen festgelegt werden. „Beides ist für uns nicht akzeptabel.“, so Spies weiter. „Wir wollen nicht mehr als die Beschäftigten im Land Berlin auch, aber auch nicht weniger.

Fakt ist, dass die ca. 400 Arbeitnehmer von Mosaik seit 2003 nach zwei unterschiedlichen Modellen bezahlt werden. Die noch besser gestellte Gruppe verdient „nur“ ca. 12% weniger als die Arbeitnehmer beim Land Berlin. Die andere Gruppe bekommt teilweise bis zu 25% weniger als der alte BAT bzw. der neue TvöD dies vorsehen würde.

„Wir halten die Bezahlung der Mosaik-Beschäftigten für einen Skandal.“, so Klaus Schroeder, GEW-Verhandlungsführer. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die behinderte Menschen betreuen und damit eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft übernommen haben mit so wenig Geld vergütet werden.“

Die Warnstreiks richten sich nicht gegen die Behinderten in der Einrichtung, sondern gegen die Arbeitgeberseite, die Jahresüberschüsse nicht an die Beschäftigten weiter gibt, und es in der Vergangenheit verpasst hat beim Land Berlin für eine ordentliche Refinanzierung zu sorgen. Ver.di und GEW rechnen damit, dass die große Mehrheit der Belegschaft am Streik teilnimmt.


Für inhaltliche Nachfragen:

Heike Spies (ver.di-Verhandlungsführerin) Tel. 0170/ 574 85 43
und Stefan Thyroke (ver.di-Betreuungssekretär), Tel. 0170/5748526

Klaus Schroeder (GEW-Verhandlungsführer) Tel. 0151/14257300

Die beste Möglichkeit, um vom Warnstreik zu berichten ist in der Zeit zwischen 07:30 Uhr und 10:00 Uhr vor der Einrichtung, Ulmenallee 50, 14050 Berlin


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