| Das von Bildungssenator Zöllner heute vorgestellte neue Konzept der Leitungsstruktur an Berliner Schulen sieht eine erste zaghafte Abkehr von der bisherigen starren Struktur vor. Zukünftig bekommen Schulen der Sekundarstufen I und II für spezielle schulische Aufgaben, die auch zeitlich befristet sind, zusätzliche Ermäßigungsstunden. Pro Schule können so drei solcher „Spezialaufgaben“ eingerichtet werden die mit jeweils zwei Ermäßigungsstunden versehen sind.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Immerhin hat Senator Zöllner damit endlich zugegeben, dass die vielen neuen Aufgaben der Schulen zusätzliche zeitliche Ressourcen benötigen. Wir hätten uns aber mehr Mut gewünscht! Die jetzige Planung kann deshalb nur der erste Schritt sein. An größeren Schulen reichen diese Stunden niemals aus, deshalb sollte Zöllner den Umbau vom bisherigen starren Konzept von Funktionsstellen auf Lebenszeit hin zu viel mehr Ermäßigungsstunden, die die Schulen je nach ihren Aufgaben und Schwerpunkten selbst verteilen, forcieren.“
Der Senator betonte selbst, dass das neue Konzept auch den Wünschen der Schulen nach mehr Flexibilität entgegen kommt. Andererseits musste es kostenneutral entwickelt werden. Das erklärt wohl auch, dass eine Schulstufe überhaupt nicht berücksichtigt worden ist.
Rose-Marie Seggelke: „Völlig vergessen worden sind die Grundschulen. Aber auch die haben zusätzliche Aufgaben wie zum Beispiel Schulprogrammentwicklung, interne Evaluation, Entwicklung von Förderplänen. Es ist deshalb unbedingt nötig, auch diese Schulen mit zusätzlichen zeitlichen Ressourcen zu versehen.“
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