| Im Augenblick laufen die Einstellungsverfahren für Lehrkräfte zum Schuljahr 2010/11. Entgegen allen Beteuerungen von Bildungssenator Zöllner, alles laufe programmgemäß und die Schulen könnten mit einer sicheren Personalausstattung in das neue Schuljahr starten, zeichnet sich eine große Unterdeckung ab. Viele Dienststellenleitungen aus den Regionen bemängeln, dass die ihnen zugewiesenen Stellen in keinem Verhältnis zu den von den Schulen gemeldeten Bedarfen stehen.
Der Höhepunkt des jetzigen Wirrwarrs: Die Bildungsverwaltung hat Schulen angewiesen, schon jetzt langfristige PKB-Verträge (Dauer bis zu einem Schulhalbjahr) abzuschließen. Die so eingestellten Kolleginnen und Kollegen sollen bewusst Regelbedarf abdecken, das heißt, mit PKB sollen die Lücken gestopft werden, die die Zentrale nicht stopfen kann oder will.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „ Die Einstellungsverfahren waren schon immer hektisch, aber so etwas gab es noch nie! Hier werden bewusst PKB-Mittel, die eigentlich für kurzfristige Vertretung gedacht sind, zweckentfremdet. Offensichtlich ist Senator Zöllner nicht in der Lage eine Ausstattung der Schulen zu 100 Prozent zu gewährleisten. Dieser ‚Vorschlag’ an die Schulleitungen ist eine Bankrotterklärung seiner Einstellungspolitik. Wir erwarten von ihm, dass er diese Praxis sofort stoppt und die Anzahl der Neueinstellungen erhöht.“
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