| Es wird für Senator Zöllner immer schwieriger, die Haltung „Alles wird gut!“ aufrechtzuerhalten. Gestern gab die Senatsbildungsverwaltung bekannt, dass weitere unbefristete Einstellungen vorgenommen werden. So wird es bei den ErzieherInnen zusätzliche 100 unbefristete Einstellungen geben, bei den Lehrkräften ca. 70.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Das ist erst einmal eine gute Nachricht, aber sie kommt viel zu spät. Der drohende Mangel hat sich lange abge-zeichnet. Es ist fraglich, ob man, vor allem im ErzieherInnenbereich, jetzt überhaupt die nötigen Fachkräfte findet.“
Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Senator Zöllner noch angekündigt, die Einstellungsverfahren beschleunigen zu wollen. Die Praxis ergibt das genaue Gegenteil: Die Einstellungsverfahren laufen wieder mitten in den Sommerferien und bringen vor allem für die Schulleitungen zusätzliche Belastungen mit sich. Eine geordnete Vorbereitung des neuen Schuljahres ist so kaum möglich.
Rose-Marie Seggelke: „Wir bezweifeln ohnehin, dass diese zusätzlichen Einstellungen ausreichen. Sollte sich zu Beginn des neuen Schuljahres herausstellen, dass die Schulen mit Unterdeckung beginnen müssen, dann werden wir gemeinsam mit den Eltern zu Protestmaßnahmen aufrufen.“
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