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Nr. 25 / 2010 | Donnerstag, 26. August 2010
Lehrkräfte: Weitere Einstellungen sind unbedingt erforderlich!
Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass viele Berliner Schulen mit einer Unterausstattung in das neue Schuljahr gehen. Dazu einige Beispiele:
  •  Im Bezirk Reinickendorf fehlen an den Gymnasien 17, an den Integrierten Sekundarschulen 11 und an den Förderzentren 5 Lehrkräfte.
  •  Tempelhof-Schöneberg hat an den Gymnasien einen Bedarf von 20 Lehrkräften, an den Grundschulen von 25.
  •  In Steglitz-Zehlendorf fehlen noch 40 Lehrkräfte, vor allem an den Gymnasien.
  • In Charlottenburg-Wilmersdorf herrscht ein Bedarf von über 30 Lehrkräften, vor allem an den Integrierten Sekundarschulen und den Gymnasien.
  • Pankow hat im Grundschulbereich ein Fehl von 16 Lehrkräften, im Gymnasialbereich von 5 und an den Sonderschulen von 10.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Natürlich wird es hier und da noch Veränderungen geben, wenn die genauen Schülerzahlen vorliegen. Aber selbst die noch ausstehenden ca. 80 Einstellungen und die endgültige Klärung der Mehrfachanmeldungen wird den Fehlbedarf nicht ausgleichen können.“

Nicht berücksichtigt ist dabei die Tatsache, dass etliche stark nachgefragte Integrierte Sekundarschulen mit wesentlich erhöhten Klassenfrequenzen starten müssen.

Rose-Marie Seggelke: „Das Schuljahr 2010/11 beginnt mit einer wichtigen Strukturreform. Die Medien haben in den letzten Tagen viel über den Start der Integrierten Sekundarschulen berichtet; sie haben an zahlreichen Beispielen gezeigt, wie die Reform von Lehrkräften und Eltern angenommen wird und mit welcher Motivation die Kollegien an die neue Herausforderung herangehen. Um so ärgerlicher wäre es, wenn das alte Problem der Berliner Bildungspolitik, nämlich die Unterausstattung der Schulen mit Lehrkräften, diesen neuen Schwung behindert. Deshalb kann die Forderung nur lauten: Herr Zöllner muss weitere Einstellungen vornehmen! Alle Schulen haben ein Recht darauf, das Schuljahr mit den zugesagten 100 Prozent zu beginnen, und die Integrierten Sekundarschulen haben ein Recht auf einen reibungslosen Start.“

 


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