| Das Thema „langzeiterkrankte Lehrkräfte“ ist und bleibt ein Dauerbrenner. Die Diskussion im Abgeordnetenhaus hat uns die neuen Zahlen gegeben; sie hat nicht ergeben, wie der Bildungssenator das Problem lösen will.
Dabei müsste er Bescheid wissen: Am 29. Juni wurden ihm von der GEW BERLIN über 10.000 Unterschriften von Kolleginnen und Kollegen übergeben, die die Forderung nach wirksamer Arbeitsentlastung vor allem für ältere Lehrkräfte unterstützten. Eine Reaktion darauf erfolgte nicht. Vor zwei Wochen hat die GEW BERLIN deshalb in einem Offenen Brief an den Senator nachgehakt und um einen Gesprächstermin gebeten, um gemeinsam über Entlastungsmöglichkeiten zu reden. Auch darauf hat er nicht reagiert.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Das ist eine unglaubliche Ignoranz gegenüber den berechtigten Forderungen der Kolleginnen und Kollegen! Berlin hat die Altersermäßigung und die Möglichkeiten der Altersteilzeit für Lehrkräfte gestrichen. Es ist nicht verwunderlich, dass angesichts der gestiegenen Belastungen die Anzahl langzeiterkrankter Lehrkräfte zunimmt. Das ist, von der finanziellen Seite aus gesehen, extrem töricht: Präventionsmaßnahmen und Arbeitsentlastung für ältere Lehrkräfte, die diesen Kolleginnen und Kollegen ein längeres Verbleiben im Dienst ermöglichen, kommen das Land Berlin viel billiger als Frühpensionierungen. Und es ist kurzsichtig, weil auf diesem Weg wertvolle Erfahrungen der Berliner Schule verloren gehen. Die Jungen werden nicht eingestellt und wandern in andere Bundesländer ab, die Alten werden in den vorzeitigen Ruhestand getrieben - eine langfristig erfolgreiche Schulpolitik ist so schwerlich möglich.“
Nähere Informationen zur Kampagne „Alte Stärken“ finden Sie unter: www.gew-berlin.de/altestaerken.htm
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