Die GEW ist auch eine Frauengewerkschaft.
Ziel unserer GEW-Frauenpolitik ist es, die Stärken von Frauen durch gewerkschaftliche Arbeit zu unterstützen und sie in die frauenpolitische Arbeit mit einzubeziehen. Es geht um Interessenvertretung, um geschlechtergerechte Bildungspolitik und ein geschlechtersensible Pädagogik, um eine gleichstellungsorientierte Gesellschaftspolitik und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Kinder brauchen geschlechtergerechte Bildungseinrichtungen von der Kita über die Schule bis zur Ausbildung und Studium, um sich jenseits allen Schubladendenkens als Individuen entwickeln zu können. Dafür brauchen wir geschlechtersensible und gut ausgebildete PädagogInnen.
Alle Politikfelder von der Bildungs- zur Tarifpolitik sind gleichstellungspolitisch zu bearbeiten.
Typisch Mädchen! Typisch Junge!
Was ist überhaupt typisch für Mädchen oder Jungen? Die bildungspolitische Debatte hat die Jungen als Bildungsverlierer ausgemacht. Grund genug, etwas genauer hin zu schauen. Fakten und Argumente statt vereinfachenden Thesen sind in dieser Debatte notwendig. Die Studie „Bildung von Geschlecht“ von Thomas Viola Rieske untersucht die Geschlechterverhältnisse von der Kita bis hin zum Übergang in Studium und Beruf und hat sich mit der Feminisierung des Bildungswesens auseinandergesetzt.
Wir sind am Thema dran, diskutieren diese Studie und transportieren sie in die Berliner GEW hinein.
Kleine Kinder – wenig Geld? Große Kinder – viel Geld?
Die aktuellen Tarifauseinandersetzungen im Bildungsbereich haben die Aufmerksamkeit für das Diskriminierungspotential von Entgeltordnungen erhöht. Sind Tätigkeiten von Lehrkräften an unterschiedlichen Schulformen gleichwertig? Werden Lehrerinnen beim Entgelt diskriminiert? Die Arbeitsbewertung in so genannten Frauenberufen und die Gleichwertigkeit der Tätigkeiten an unterschiedlichen Schulformen sind zum Thema geworden. Machen wir uns stark für eine einheitliche Eingruppierung aller fachwissenschaftlich ausgebildeten Lehrkräfte.
Die Anforderungen an den Beruf der Erzieherin, des Erziehers sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Kitas sind längst Bildungseinrichtungen geworden. Die frühkindliche Bildung und Erziehung verbessert die Chancen von Kindern und legt Fundamente für ihre weitere Entwicklung. Mit Sorge beobachten wir den zunehmenden Fachkräftemangel in diesem Berufsfeld. Um nachhaltig für den Beruf der Erzieherin zu werben, müssen sowohl die akademische Ausbildung, die Bezahlung als auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden.
Gute Bildung setzt eine gute Ausbildung der Lehrkräfte voraus. Neben bedarfsgerechten Ausbildungskapazitäten brauchen wir hohe Qualifikationsstandards. Eine Reform des Lehrerbildungsgesetzes muss für alle angehenden Lehrkräfte ein viersemestriges Masterstudium nach dem Bachelorstudium vorsehen. Die Qualifikationsanforderungen dürfen nicht abgesenkt werden.
Frauenpolitik ist Politik für alle Menschen
Auch dieses Themenspektrum wird in allen Bereichen der GEW diskutiert, bearbeitet und vorangetrieben. Wir tragen die Verantwortung, dass diese Themen auch frauenpolitisch diskutiert und bearbeitet werden.
Denn mehr als 95% aller Beschäftigten in Kitas sind Frauen.
Denn mehr als 72% aller Lehrkräfte in der Berliner Schule sind Frauen.
Denn auch mehr als 72% aller Mitglieder der Berliner GEW sind Frauen!
Es ist eine Menge passiert in der Frauen- und Gleichstellungspolitik im Bildungsbereich. Zu den Aktiven, die seit den Anfängen dabei sind, kommen in den letzten Jahren mehr und mehr junge Kolleginnen hinzu.
Wir haben ein breites Netzwerk aufgebaut und laden Dich ein, aktiv zu werden.
Kontaktier uns, komm zu unseren Treffen und trag Dich im E-mail-Verteiler der Frauenpolitik ein.
Wir freuen uns auf Deine Mitarbeit.