| Nachhaltigkeit macht Schule
Von Hilla Metzner, Projektleiterin des Bund-Länder-Programms 21 "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" Berlin
Fahrrad, Bus oder Auto - mit welchem Verkehrsmittel komme ich in der Stadt am schnellsten ans Ziel? Welches ist am günstigsten und welches ist am angenehmsten? SchülerInnen diskutieren, messen, beobachten und vergleichen. Sie testen Verkehrsmittel praktisch unter ökologischem, ökonomischem und sozialem - also nachhaltigem - Blickwinkel in einer Stadtrallye. In Tempelhof machen sie sich für die sanfte Nachnutzung des Flughafens stark und entdecken dabei die Bedeutung des "Kühlschranks" Flughafen für das Klima Berlins. Das sind nur zwei Beispiele aus vielen praktischen Erfahrungen mit Themen und Methoden der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Weitere stellen wir im folgenden Schwerpunkt vor.
Zu den positiven Erfahrungen der KollegInnen gehören auch gemeinsame Fortbildungen zu neuen Lehr- und Lernformen. Hilfreich sind stabile Schulteams, in denen Konzepte wie Pädagogische Schulentwicklung und Selbstorganisiertes Lernen (SOL) und inhaltliche Aspekte wie z.B. gesundheitsfördernde Schule, Umweltbildung, Interkulturelles und Globales Lernen unter dem Dach der Nachhaltigkeit zusammengeführt werden. Die Themen liegen vor der Haustür, z.B. das kaputte Schuldach, der Schulhof, die kulturelle Vielfalt der SchülerInnen.
Die Projekte orientieren sich am Lebensumfeld der Jugendlichen. Sie verbinden fachübergreifendes Arbeiten mit neuen methodischen Ansätzen. Lust auf mehr? Gelegenheit dazu bietet eine ganztägige Fachtagung mit dem LISUM "Unterricht und Schulentwicklung zukunftsorientiert gestalten - Impulse und Beispiele aus der Schulpraxis" am 20. November 2003 im Umweltforum. Die 21 Berliner Modellschulen präsentieren dort ihre Arbeiten. Programm unter 030 / 838 56 471 und www.blk21-be.de
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