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Migration, Diversität ...

Selbstdarstellung des Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung (LAMA)

Der Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung (LAMA) der GEW BERIN engagiert sich mit im Themenfeld von Migration und Bildung in der Einwanderungsgesellschaft, sowie Diskriminierung und Rassismus.

Im LAMA arbeiten derzeit LehrerInnen, ErzieherInnen, WissenschaftlerInnen und BeschäftigtenvertreterInnen aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen (z.B. Schule, Hochschule, außerschulische Bildung und Erwachsenenbildung) zusammen. Im LAMA präsentieren auch außergewerkschaftliche Initiativen regelmäßig ihre Projekte. Der Landesausschuss ist vertreten im Landesvorstand, in der Landesdelegiertenversammlung und  im Bundesausschuss Migration, Diversity, Antidiskriminierung. Wir bringen unsere Diskussionen, Standpunkte und Forderungen innerhalb der Gewerkschaft als auch in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge ein.

Der LAMA trifft sich einmal im Monat und freut sich über deine Mitarbeit!

Das Leitungsteam

Was bisher geschah – Aspekte der Geschichte des LAMA

Gleichstellung von "Lehrkräfte nach dem Recht des Heimatlandes"

Der Landesauschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Berliner GEW wurde, wie viele andere LAMAs in anderen Bundesländern auch, in den achtziger Jahren vorwiegend als Interessenvertretung von (ausländischen) Lehrkräften gegründet, die als "Lehrkräfte nach dem Recht des Heimatlandes" für ihre organisatorische und tarifliche Gleichstellung kämpfen wollten. Diese gelang in Berlin nach langem Einsatz vieler GEW-VertreterInnen erst in den Jahren 2009/2010 und wurde mit einer Feier beim LAMA gewürdigt.

Deutsch als Zweitsprache und Förderung von Muttersprachen

Im Laufe der Jahre wandelte sich das Teilnehmerfeld des LAMA und immer mehr "mehrheitsdeutsche" KollegInnen mit Interesse an Migrationsfragen brachten ihre Erfahrungen in die Arbeit ein. Das Thema DaZ (Deutsch als Zweitsprache) in den Bereichen der theoretischen Grundlegung, der Schulorganisation und vor allem der mangelhaften Praxis entwickelte sich zum Arbeitsschwerpunkt und fand den Höhepunkt in zwei vom LAMA organisierten Fachtagungen: "Perspektiven für DaZ" 2005 und "Tag der Sprachförderung - Zweitsprachförderung im sozialen Kontext" 2009. Beide Tagungsbroschüren sind als pdf-Datei auf der GEW-Homepage herunterladbar.
Aber bei allem Engagement für DaZ sollte der Einsatz des LAMA für die Muttersprachenförderung von Kindern "mit Migrationshintergrund", namentlich für die türkisch-deutsche zweisprachige Erziehung, nicht unerwähnt bleiben.

Bleiberecht und Beschulung von Kindern und Jugendlichen ohne Aufenthaltsstatus

Eng zusammengearbeitet hat der LAMA auch mit Institutionen, die sich aktiv um Fragen von Flucht und Asyl bzw. Bleiberecht und insbesondere mit dem Thema Abschiebung beschäftigen, von der leider immer noch SchülerInnen bedroht sind. Eine ähnlich schwierige Situation haben Kinder aus Sinti- und Romafamilien. Hier wurden in Kooperation mit "Schule ohne Rassissmus - Schule mit Courage" Seminare organisiert.

Kritische Auseinandersetzung mit der Senatspolitik im Hinblick auf SchülerInnen "mit Migrationshintergrund"

Der LAMA beriet die Entwürfe zum Schulgesetz und entwickelte Stellungnahmen ebenso wie zu der fatalen Praxis beim MSA (mittlerer Schulabschluss).
Die Kritik an der dezentralen Fortbildung insbesondere im DaZ-Bereich hat inzwischen Wirkung gezeigt.

Einführung des verbindlichen Wertefachs Ethik

Die Installation des Schulfaches "Ethik" wurde in einem "Forum" von LAMA-Aktiven an führender Stelle begleitet. Nachdem "Pro Reli" dieses verbindliche Fach durch ein Volksbegehren abschaffen wollte, entstand aus dem "Forum" das "Bündnis pro Ethik", in dem der Koordinator, der Sprecher, die Geschäftsstellenleiterin und der Webmaster LAMA-Mitglieder waren. Der Erfolg des Bündnisses gegen den Volksentscheid "Pro Reli" muss auch als erfolgreiche LAMA-Arbeit gewertet werden.

Mehr PädagogInnen "mit Migrationshintergrund" bzw. interkultureller Kompetenz

Der Lama sucht aktiv nach Wegen zur Erhöhung der Quote durch Unterstützung von ReferendarInnen, durch Kooperation mit Projekten an Hochschulen.
Hierzu rechnen wir auch die Forderung nach Verstetigung von Elternprojekten insbesondere in sozial benachteiligten Bezirken.

Interkulturelle Öffnung innerhalb der GEW

...durch Beiträge in der blz: Einer dieser Beiträge führte zu äußerst kontroversen Diskussionen und Ende 2009 zu der Fachtagung des LAMA "Der Streit um die sogenannte Deutschenfeindlichkeit", die auf der LDV in den Antrag mündeten, den Begriff "Deutschenfeindlichkeit" als rechtspopulistischen Kampfbegriff abzulehnen.

...durch Anträge in den Gremien:  Immer wieder stellte der LAMA bzw. LAMA-Aktive auf den Tagungen der Landesdelegiertenversammlung (LDV) erfolgreich Anträge, dies galt auch für den bundesweiten Gewerkschaftstag. Einer dieser Anträge war die Einführung eines verbindlichen Werteunterrichtes, nachdem LAMA-Mitglieder erfolgreich in einem Aktionsbündnis die Pläne von Bildungssenator Böger zur Einführung eines Wahlpflichtfaches Religion vereitelt hatten.Im Sinne der seit vielen Jahren vom LAMA beförderten Forderung nach mehr MigrantInnen in die Lehrkörper und Leitungsgremien und unserem von der LDV verabschiedeten Antrag zur "Interkulturellen Öffnung der GEW BERLIN" erhoffen wir auch für die Zukunft ein verstärktes Engagement der GEW-Mitglieder für schulische und außerschulische Migrationsangelegenheiten.

Weitere Aktivitäten

Organisation der jährlichen Mahnwache anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938
Mitwirkung eines Mitglieds im Mete-Eksi-Fonds

Materialien

Letzte Aktualisierung: 19.05.2016

Lilo Martens und Gerhard Weil: Erinnerungskultur für die Berliner Schule
( pdf | 135,68 KB)

Erinnerungskultur: Denkmale zur NS-Zeit in Berlin
( pdf | 53,87 KB)

Dokumentation: "Diskriminierung an Berliner Schulen benennen: Von Rassismus zu Inklusion"

Am 1. November 2013 fand mit Unterstützung der GEW BERLIN im Rathaus Schöneberg das Symposium "Diskriminierung an Berliner Schulen benennen: Von Rassismus zu Inklusion" statt.

Die Dokumentation kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Dokumentation "Diskriminierung an Berliner Schulen benennen: Von Rassismus zu Inklusion"
( pdf | 848,76 KB)

„Bildung(s)los?!“ Anspruch und Wirklichkeit der Bildungschancen junger Flüchtlinge

Letzte Aktualisierung: 23.05.2013

GEW BERLIN (Hrsg.)
in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat Berlin und Jugendliche ohne Grenzen

"Bildung(s)los?!"

Anspruch und Wirklichkeit der Bildungschancen
junger Flüchtlinge

Dokumentation des Fachtags vom 15.02.2013 im GEW-Haus
Beiträge und Materialien zum Thema der Veranstaltung

Berlin, 05/2013
111 Seiten

„Bildung(s)los?!“ Anspruch und Wirklichkeit der Bildungschancen junger Flüchtlinge (Tagungsdokumentation)
( pdf | 3902,33 KB)

Damals wie heute? Bildungsfragen in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland

Letzte Aktualisierung: 24.10.2012

Herausgeberin:
Integrationsbeauftragte Tempelhof-Schöneberg Gabriele Gün Tank und Jugend- und Kulturgemeinschaft Berlin e.V., Merih Ergün

Damals wie heute?
Bildungsfragen in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland -
eine Tagungsdokumentation

Berlin, 11/2012
40 Seiten

Damals wie heute? Bildungsfragen in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland (Tagungsdokumentation)
( pdf | 1658,39 KB)

Tag der Sprachförderung - Zweitsprachförderung im sozialen Kontext

Letzte Aktualisierung: 30.03.2011

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Landesverband Berlin (Hrsg.)

Dossier zur Tagung der GEW Berlin:
"Tag der Sprachförderung - Zweitsprachförderung im sozialen Kontext"
29.10.2010

172 Seiten
Berlin, 03/2011

Tag der Sprachförderung - Zweitsprachförderung im sozialen Kontext (Dossier der Fachtagung)
( pdf | 2911,47 KB)

Perspektiven fürs DAZ - Dokumentation der 2. Berliner Fachtage zu Deutsch als Zweitsprache

Letzte Aktualisierung: 01.02.2006

GEW BERLIN (Hrsg.):

Perspektiven für DAZ
Dokumentation der 2. Berliner Fachtage zu Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Berlin, 02/2006, 69 Seiten

Perspektiven fürs DAZ - Dokumentation der 2. Berliner Fachtage zu Deutsch als Zweitsprache
( pdf | 4639,11 KB)

Turn the spotlight : Die Aufgaben der Bildungsgewerkschaft in der Einwanderungsgesellschaft - 10 Thesen
( pdf | 61,75 KB)