| Die geplante Schließung der Schulstationen und Streetworker-Projekte in Steglitz-Zehlendorf hat für Aufruhr gesorgt. Die Proteste der Öffentlichkeit, vor allem von Schüler/innen, Lehrer/innen, Sozialpädagogen und freien Trägern - also den unmittelbar Betroffenen -, haben den Bezirk immerhin zum Nachdenken gebracht. Dabei darf es nicht bleiben: Die Entscheidung der Schließung muss umgehend vom Tisch!
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Es darf nicht sein, dass erst der tragische Tod eines Kindes die Verantwortlichen zum Nachdenken bringt. Alle wissen, dass auch wegen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen die Anzahl der sozial vernachlässigten und gefährdeten Kinder zunimmt. In solchen Zeiten ist Prävention nötiger denn je.“
Leider gehen die Entscheidungen in die andere Richtung. Im Haushaltsplan für 2006 ist eine Streichung von 12 Stellen im Bereich der Schulpsychologischen Beratungsstellen vorgesehen; für 2007 ist mit weiteren Kürzungen zu rechnen.
Rose-Marie Seggelke: „Das sind verheerende Signale. Alle wissen, dass Prävention und frühzeitige Betreuung viel bewirken können. Wer hier spart, bringt damit zum Ausdruck, dass er die gefährdeten Kinder und Jugendlichen eigentlich schon abgeschrieben hat. Wir fordern den Senat auf, die geplante Abschaffung im Bereich der Schulpsychologie zurückzunehmen und für die Bezirke genügend Mittel für Betreuung und Prävention bereit zu stellen. Unter den langfristigen Folgen dieser Streichungspolitik haben alle zu leiden.“
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