| Es wird immer offensichtlicher, dass die Erfolgsmeldungen des Schulsenators geschönt sind. Gerade die Grundschulen, in denen die meisten Reformen auf den Weg gebracht wurden, haben nach wie vor massive Probleme.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Es handelt sich nicht, wie Senator Böger der Öffentlichkeit weismachen will, um Anfangsschwierigkeiten; es geht um das strukturelle Problem der personellen Unterausstattung. Mit dem derzeitigen Personal können die Schulen die Reformen nicht umsetzen.“
So sind in den Bezirken Neukölln 31 von 37 Grundschulen und Treptow-Köpenick 10 von 26 Grundschulen zu unter 100 % ausgestattet. Von den versprochenen 5 % Vertretungsreserve redet schon niemand mehr. Weitere verlässliche Zahlen liegen nicht vor. Mehr noch: Die Bildungsverwaltung hat gegenüber dem Gesamtpersonalrat erklärt, dass sie die aktuellen Zahlen erst zum 15. Dezember (!) veröffentlichen wird; vorher werde es definitiv zu keinen weiteren Einstellungen kommen.
Rose-Marie Seggelke: „Das ist unverantwortlich. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wie es an den Berliner Schulen tatsächlich aussieht. Die vorliegenden Berichte aus den Schulen bekräftigen die Forderung der GEW, dass zur inhaltlichen Ausgestaltung der Reformen allein im Grundschulbereich mindestens 650 neue Lehrkräfte nötig sind. Die Informationsblockade der Bildungsverwaltung dient nur dazu, die tatsächlichen Verhältnisse zu verschleiern.“
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