| In Kindertagesstätten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg sollen für die frühkindliche Sprachförderung arbeitslose Akademiker/innen auf „1-Euro-Basis“ beschäftigt werden. Entsprechende Zuweisungen hat das Job Center Ende August an ca. 20 arbeitslose Erzieher/innen, Lehrer/innen, SozialpädagogInnen und Geisteswissenschaftler/innen versandt.
Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: „Die Sprachförderung in Kitas ist eine eindeutige gesetzliche Pflichtaufgabe nach dem Kita-Förderungsgesetz. Dafür muss eine entsprechende Personalausstattung auf Dauer sichergestellt werden. Es ist absolut unzulässig und rechtswidrig, die frühkindliche Sprachförderung durch „1-Euro-Kräfte“ zum Null-Tarif abzudecken. Selbst die sehr weit gefasste „Positiv-Liste“ des Senats lässt das nicht zu. Es ist höchste Zeit, dass endlich wirksame Kontrollmechanismen beim Einsatz von „1-Euro-Kräften“ installiert werden. Außer schönen Sprüchen hat der Berliner Senat dabei bisher völlig versagt.“
Gerade frühkindliche Bildung bedarf der Kontinuität. Senator Böger hat erklärt, dass er diesen Bereich besonders fördern will. Die GEW BERLIN fordert daher, dass die ausgewählten und dafür qualifizierten arbeitslosen Akademiker/innen in regulären Arbeitsverhältnissen eingestellt werden.
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