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Die Arbeitsbelastungen der Lehrkräfte haben seit Beginn der 90er Jahre stetig zugenommen. Sowohl die Erhöhung der Pflichtstundenzahl im Jahr 2003 als auch die mit dem Schulgesetz von 2004 verbundenen zusätzlichen Aufgaben haben wesentlich dazu beigetragen. Entlastungen im Gegenzug gab es keine.

Seit 2006 fordert die GEW BERLIN eine wirksame Arbeitsentlastung unter dem Motto "Mut zur Wende - 5 Stunden weniger". Zwar hat es vereinzelte positive Reaktionen gegeben, so wurde z.B. in den Grundschulen die Anzahl der Klassenarbeiten reduziert, eine wirksame Arbeitsentlastung auf breiter Front steht aber immer noch aus. In den vergangenen Jahren haben sich viele KollegInnen mit "Überlastungsanzeigen" gegen ihre unerträgliche Belastung gewehrt, der Arbeitgeber verwies das Problem aber regelmäßig an die jeweiligen Schulleitungen zurück. Eine der unmittelbaren Folgen dieser „Fürsorge“ des Dienstherren ist ein deutlich gestiegener Krankenstand. Es zeigt sich, dass immer mehr KollegInnen permanent über der Belastungsgrenze arbeiten und nicht mehr länger gewillt sind, die Gefährdung ihrer Gesundheit und die negativen Auswirkungen auf die Qualität ihrer Arbeit hinzunehmen.
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