BANA-Studium an der TU
Ein Pionierprogramm für über 45-Jährige an der TU
von Eda Brandmayer, AG Junge Alte
Als einfache Gasthörerin an der TU begegnete ich einigen BANA-Studentinnen. Sie informierten mich über diesen Studiengang: BANA steht für »Berliner Modell: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten«. Es handelt sich um ein in den 80er Jahren an der TU entwickeltes Pionierprogramm für über 45-Jährige: Für 60 Euro im Semester kann man in den drei Kernfächern Stadtentwicklung, Umwelt oder Gesundheit & Ernährung nach einem eigenen Curriculum auch ohne Abitur studieren.
Ich habe mich beworben und vier Semester im Bereich Stadtentwicklung studiert. Das beinhaltete ein eigenes Seminar zur Kulturgeschichte und ab dem zweiten Semester ein Projekt, in dem wir BANA-Studierende in kleinen Gruppen oder einzeln eine Straße Berlins his-torisch, kulturell und sozial erforschten.
Zum Studium gehörte natürlich auch der Besuch von Vorlesungen und Seminaren der TU. (Vorschläge dazu gibt es in einem eigenen BANA-Veranstaltungsverzeichnis). Die Projektarbeit soll aber nicht Selbstzweck sein, sondern zur »nachberuflichen Aktivität« qualifizieren und anregen. BANA-AbsolventInnen engagieren sich im Kiezverein, halten Vorträge oder bringen ihre Fähigkeiten in bereits bestehende Ehrenämter ein.
Nun noch der Spaß an der Sache: So sehr ich die dargebotenen Informationen der Vorlesungen genossen habe und dadurch Denkanstöße erhielt, so hat mich doch der aktive Teil der Projektarbeit zu vielem beflügelt, was ich als Einzelperson nicht in Angriff genommen hätte. Meine alte Projektgruppe hat sich unterdessen in eine Filmgruppe verwandelt, die heute noch aktiv ist.
Die BANA-Studierenden haben auch eine Homepage entwickelt, die über die aktuellen Termine, das Semesterprogramm und weitere Aktivitäten informiert: www.bana-studenten.de
BANA, Franklinstr.28/29, 10587 Berlin, Tel. 030 / 314 - 255 09, Fax 314 - 242 76, www2.tu-berlin.de/zek/bana
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