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Nr. 09 / 2009: Bericht vom Mai-Meeting

Was macht die GEW denn da?

Bericht vom Mai-Meeting 2009 der GEW auf Bundesebene

von Dagmar Ebmeyer, Beate Huhs und Marianne Pousset

Die Frage in der Überschrift stellen sich die Jungen Alten (JA) seit einigen Jahren auch, wenn es um die Gewerkschaftsaustritte geht, insbesondere beim Wechsel in den Ruhestand. Diesem Trend wollen wir entgegen wirken.

Wir fanden zu diesem Thema einen Workshop beim diesjährigen Mai-Meeting der Bundes-GEW. Seit zwölf Jahren wird dieses Treffen durchgeführt, jeweils für drei bis vier Tage an wechselnden Orten. Dieses Jahr fand es in Steinbach/Taunus bei Frankfurt/Main im sehr angenehmen und schön gelegenen Tagungshaus der IG Bau statt.
Fünf Workshops wurden für die rund 50 TeilnehmerInnen angeboten und waren gut organisiert: Privatisierung im Bildungswesen, Neue Medien in der Gewerkschaftsarbeit, Normenkonflikte, Ver-einbarung von Beruf und Familie sowie Mitgliederwerbung und Mitgliederbindung.

Wir hatten uns zur Arbeitsgruppe Mitgliederwerbung/Mitgliederbindung angemeldet und fuhren in der Absicht hin, mit Mitgliedern der anderen Landesverbände Ideen und Projekte zu vergleichen und auszutauschen. Welche konkreten Aktivitäten gibt es bei ihnen, um KollegInnen in der GEW zu halten? In unserer Gruppe waren sechs TeilnehmerInnen und ein netter Coach. Wir waren mit unserem speziellen Interesse der Seniorenbindung die Einzigen, denn die anderen wollten zur Neugewinnung von Mitgliedern arbeiten. Einiges an grundsätzlichem Wissen konnten wir uns in der Arbeit der letzten Jahre bereits aneignen und erfuhren daher wenig Neues. So waren wir ziemlich enttäuscht, dass kein Austausch möglich war und es wenig Anregungen für uns gab.

Aufklärend war der Tag mit Alexandra Schwarz, der Referentin für Mitgliederwerbung und -bindung beim Hauptvorstand der GEW. Das Fazit: Mitglieder, die nur wegen der sachlichen Argumente wie Rechtsschutz und Schlüsselversicherung in der Gewerkschaft sind, können kaum gehalten und schon gar nicht aktiviert werden. Sie bleiben beim Eintritt in den Ruhestand allenfalls zahlende Mitglieder oder treten aus, wenn das Sicherheitsnetz der Gewerkschaft ihnen nicht mehr notwendig erscheint.

Bindungs- und Aktivierungsversuche sind lohnend bei Mitgliedern, die eine politische oder emotionale Beziehung zur Gewerkschaft haben, sie vielleicht sogar als »politische Heimat« betrachten. Diese Erkenntnis nahmen wir mit. Um sie umzusetzen, geht es bekanntermaßen ja auch um Geld. Über die Finanzen der GEW berichtete uns in einem abendlichen Referat die Schatzmeisterin des Bundes, Petra Grundmann. Für das Arbeitsfeld Generationenwechsel und Mitgliederaktivierung hat der letzte Gewerkschaftstag in Nürnberg beschlossen, zwei Millionen Euro bis 2013 zur Verfügung zu stellen. Erfreulicherweise ist also Geld da!

Die Frage in der Überschrift beantworten wir so: Was die GEW macht, ist die Summe von deinem und meinem Tun und das heißt auch: Gute Erfahrungen Weitergeben!
Wir suchen weiterhin interessierte Mitglieder, die bei uns Jungen Alten mitmachen wollen. 

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