| Am 29. November wurden die beiden amtierenden Gesamt-Frauenvertreterinnen und 17 Frauenvertreterinnen in den Außenstellen des LSA sowie im Berufsbildenden Bereich durch das Votum der Wählerinnen in ihrer bisherigen Arbeit bestärkt, um in der nächsten Wahlperiode bis Ende 2004 im Interesse der Frauen im Schulbereich Stärke zu zeigen!
28 Frauen haben kandidiert. Bedenklich finde ich aber den Umstand, dass es in fünf von zwölf Regionen nur jeweils eine einzige Kandidatin gab. Gewählt wurden im Bereich der Außenstellen des LSA u.a. Monika Dobkowitz als Gesamt-Frauenvertreterin. Ebenso eindeutig konnte sich Caren Groneberg als ihre Stellvertreterin durchsetzen. Die Wahlbeteiligung ist landesweit leicht gestiegen auf 29 % (1996: 27 %). Auffallend bei der Durchsicht des Zahlenmaterials war, dass die Zahl der weiblichen Beschäftigten im LSA von 1996 bis zum Ende des letzten Jahres um ca. 3.000 zurückgegangen ist: ist Stellenabbau etwa doch nur grammatisch männlich?
Insgesamt hat die Verwaltung der Berliner Schule die Wahlen deutlich ernster genommen als vor vier Jahren. Auch bei den Beschäftigten hat sich die Instanz Frauenvertreterin weitgehend etabliert. Dennoch lief einiges schief:
- Die Organisation der Briefwahl war eine Katastrophe für die Wählerinnen und eine Schikane für die Wahlvorstände – die Portokasse des LSA war leer, alle Versuche das zu vertuschen, waren äußerst durchsichtig.
- Ohne jeden ersichtlichen Grund behauptete der Leiter des LSA im Oktober gegenüber dem GPR, die Wahlvorstände tagten trotz Unterrichtsermäßigung während der Unterrichtszeit. Tatsache ist, dass in allen Wahlvorständen jede Menge Arbeit geleistet wurde – außerhalb der Unterrichtsverpflichtung – und dass es die gesamte, geballte Verwaltung des LSA in sechs Monaten nicht geschafft hat, auch nur eine Bescheinigung an eine Berliner Schule zu schicken, die den Schulleiterinnen und Schulleitern gegenüber die Mitgliedschaft einer Kollegin in einem Wahlvorstand bestätigt.
Den vielen gewissenhaften und engagierten Wahlvorstandsfrauen und Wahlhelferinnen möchte ich an dieser Stelle noch einmal für die gute Zusammenarbeit danken, ebenso allen, die durch Weitergabe von Informationen oder in anderer Weise die Vorbereitung und Durchführung der Wahl unterstützt haben. Den gewählten Frauenvertreterinnen wünsche ich viel Erfolg und Durchsetzungsvermögen, nicht zuletzt aber auch eine gehörige Portion Spaß in ihrer Arbeit.
Susanne Reiß |