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Nr. 12 / 2004: Aktuelles zur Seniorenpolitik

Aktuelles zur Seniorenpolitik

Unsere Senioren befassten sich in Erkner mit der aktuellen Renten- und Gesundheitspolitik und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität.

von Ernst Pilz, Seniorenausschuss

Dr. Elke Hofmann vom "Deutschen Zentrum für Altersfragen" referierte zu "Facetten der demografischen Entwicklung in Deutschland". Sie kam zu dem Ergebnis, dass mit dem demografischen Wandel a priori nichts besorgniserregendes verbunden ist. Niemand sollte sich über Veränderungen beklagen, sondern unter Beachtung der demografischen Fakten richtig politisch reagieren. Dazu gehört z.B. auch, in der Öffentlichkeit ein Altersbild zu schaffen, das nicht vorrangig negativ besetzt ist, sondern verdeutlicht, dass die heutige ältere Generation aktiv und schöpferisch am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.

Herr Walter Glanz von der BfA Berlin referierte zur Frage, wie sich die "demografische Entwicklung auf die Gestaltung des Rentensystems auswirkt". Das Umlageverfahren sei durch nichts zu ersetzen und ein stabiles Rentenniveau ohne Reformmaßnahmen nicht zu gewährleisten. Es müssen wieder mehr Menschen in den Arbeitsprozess gebracht und so die Zahl der Beitragszahler erhöht werden.

Werner Gollmer, Leiter der AG Altersversorgung, sprach zum Thema "Wie wird sich unsere Rente in der Zukunft gestalten?" Er wies auf die schleichende Rentenkürzung seit Anfang der neunziger Jahre hin und stellte für die Zukunft keine optimistische Prognose. Derjenige, der sein Lebensniveau im Alter halten will, muss für zusätzliche Einnahmen vorsorgen.

Jürgen Sendler, Mitarbeiter im Hauptvorstand des DGB, ging auf "aktuellen Fragen der Gesundheitsreform ein. Das medizinisch Notwendige muss weiterhin getan werden. Die Belastungen durch Kostensenkungen treffen vor allem die kranken älteren Menschen. Dies ist eine eklatante Verletzung des Solidarprinzips. Viele Fragen sind offen: Förderung von mehr Prophylaxe, die Rolle des Hausarztes und der Ausbau von Gesundheitszentren.

Dieter Haase, unser Schatzmeister, stellt Vorschläge der GEW Berlin vor, um die Lage der Berliner LehrerInnen und ErzieherInnen zu verbessern und die Qualität der pädagogischen Arbeit zu erhöhen. Leider finden diese Vorschläge zur Zeit beim Senat kein Gehör.

Zum Abschluss sprach Ortrud Farken, Vorsitzende des Bundesseniorenausschusses der GEW, über Erfahrungen eines "Altenparlaments" in Mecklenburg Vorpommern. Dieses Parlament arbeitet eng mit den Fraktionen des Landtages zusammen und entwickelt zum Beispiel eine "Altenplan", dessen Realisierung auch vom Landtag mit kontrolliert wird. Die Mitglieder des Altenparlaments werden von Vereinen und gesellschaftlichen Organisationen delegiert und von einem dreiköpfigen Präsidium geleitet.

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