| Dies ist ein Schwerpunkt, der mit gut einem halben Jahrzehnt Verspätung erscheint. Alle vormaligen Versuche der Redaktion Autoren zu gewinnen blieben im Ansatz stecken. Zu glatt war das Eis, auf das man sich begeben hätte, zu frisch die Wunden, die geleckt werden wollten. Auch wenn eine offizielle Analyse für das Ausbleiben dieses notwendigen innergewerkschaftlichen Prozesses noch aussteht, so finden wir doch einige Erklärungsversuche bei unseren Autoren. Jede/r für sich persönlich, niemand als Vertreter/in für ein offizielles Organ.
Dieser Hinweis ist deshalb notwendig, weil wir das Gefühl haben, dass das Thema der gegenseitigen Akzeptanz und Tolerierung von unterschiedlich sozialisierten Lehrkräften und die Anerkennung verschiedener pädagogischer Systeme und ihrer praktischen Umsetzung immer noch emotional sehr sensibel besetzt ist. Wir haben deshalb auch zu einer breiten Diskussion aufgerufen, einer Diskussion, die auch die positiven Beispiele des "Vereinigungsprozesses" klar herausstellt. Die vorliegende Ausgabe zeigt deutlich die Grenzen der blz, die oft auf die Zufälligkeit von Autorenbeiträgen angewiesen ist. Mit wenigen Ausnahmen stellt sich hier deutlich eine "West-Sicht" ein und erfüllt unser angedachtes Konzept leider nur unvollständig. So betrachten wir diese Ausgabe als einen Einstieg in das Thema und hoffen auf eine spannende Diskussion. |