| Was uns bewegt
An die Erzieherinnen und Erzieher werden immer höhere Ansprüche gestellt. In den Kindertagesstätten sollen sie die Jüngsten besser ausbilden. Reine Aufbewahrung der Kinder ist verpönt. Erzieherinnen sollen qualifizierter ausgebildet werden, um dem Anspruch, dass die Tagesstätte die erste Stufe des deutschen Bildungssystem ist, zu genügen. In den Schulen soll die Schulsozialarbeit flächendeckend ausgebaut werden. Schule und Jugendhilfe sollen besser zusammenarbeiten. Und wie sieht die Wirklichkeit aus?
Die vom alten CDU/SPD-Senat eingerichtete Scholz-Kommission hat in ihrem Bericht einen üppigen Strauß von Kürzungsvorschlägen dargeboten, dem der jetzige Senat nur zu gerne folgt. Unter diesen Bedingungen ist noch nicht einmal der magere Stand der Dinge aufrechtzuerhalten. Vielmehr müssen die Beschäftigten um die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bangen und zum Kampf dagegen antreten. Eltern können sich nicht mehr sicher sein, dass sie für ihre Kinder mehr als nur Aufbewahrung mit Großküchenessen für erhöhte Beiträge bekommen. Noch nicht einmal der Kindergartenplatz für jedes Kind ist in Zukunft gesichert. Vor der Verzweiflung steht der Kampf.
Bettina Liedtke |