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Passworthilfe

Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte

Bildungssenatorin Scheeres (2.v.r.), GEW-Vorsitzende Siebernik (2.v.l.) und Tarifvorstand Mertens

Letzte Aktualisierung: 08.05.2018

E13 für alle – Senatsverwaltung und GEW BERLIN verkünden Einigung

Die Senatsbildungsverwaltung und die GEW BERLIN haben heute die Höhergruppierung aller Grundschullehrkräfte in die Entgeltgruppe 13 zum 1.8.2019 angekündigt. In die Höhergruppierung werden auch alle Lehrkräfte mit einem Wahlfach an anderen Schulformen, die „Lehrkräfte unterer Klassen“ und die Sonderschullehrkräfte mit DDR-Ausbildung einbezogen. Die GEW BERLIN bewertet die Entscheidung als historischen Schritt für eine gerechtere Bezahlung im Bildungswesen.

„Dieses Ergebnis regelt viel mehr als nur eine Gehaltserhöhung um rund 500 Euro“, erklärte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Doreen Siebernik auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Bildungssenatorin Sandra Scheeres. „Der Aufstieg aller Grundschullehrkräfte in die A13 bzw. E13 bedeutet die nachhaltige und unumkehrbare Gleichstellung mit den Lehrkräften an Gymnasien und Sekundarschulen. Der in Stein gemeißelte Grundsatz der ungleichen Bezahlung von Lehrkräften wird nunmehr in Berlin als erstem Bundesland ausradiert.

Berufserfahrung wird anerkannt

Über 5.600 Berliner Lehrkräfte erfahren endlich die längst überfällige Wertschätzung. Gegen alle Widerstände werden sich fast 30 Jahre nach dem Mauerfall nun endlich auch die Kolleg*innen mit DDR-Ausbildung auf Funktionsstellen bewerben können“, unterstrich Siebernik.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW
BERLIN, begrüßte ausdrücklich, dass die Höhergruppierung ohne größeren Fortbildungsaufwand ermöglicht wird. „Für die GEW BERLIN ist damit eine lange Tarifauseinandersetzung erfolgreich beendet. Wir konnten einen großen Teil unserer Forderungen durchsetzen. Auch wenn wir uns einen früheren Zeitpunkt zur Höhergruppierung vorgestellt hatten, sind wir mit dem Erreichten zufrieden. Wir begrüßen, dass es der Senatorin gelungen ist, die Fortbildungsverpflichtung niederschwellig zu gestalten“, sagte Mertens.

Die Regelung sieht vor, dass die Lebensleistung der Kolleg*innen berücksichtigt wird. Alle betroffenen Lehrkräfte haben zudem drei Jahre Zeit, um weitere 30 Fortbildungsstunden zu sammeln.

Lehrkräfte haben Erfolg selbst erkämpft

Siebernik dankte Bildungssenatorin Scheeres dafür, sich gemeinsam mit der GEW BERLIN für die unkomplizierte und nachhaltige Lösung stark gemacht zu haben. „Der größte Dank gebührt aber den vielen Kolleginnen und Kollegen, die für diesen Erfolg auf die Straße gegangen sind und den Druck immer aufrechterhalten haben. Dieser historische Erfolg, mit dem Berlin bundesweit ein Zeichen setzt, ist dem Engagement der vielen GEW-Kolleg*innen zu verdanken“, betonte Siebernik. 

Die Landesdelegiertenversammlung tagte ausnahmsweise vor der Senatsbildungsverwaltung
Quelle: Christian von Polentz / transitfoto.de

Letzte Aktualisierung: 29.11.2017

Der Durchbruch ist erreicht

Die GEW BERLIN begrüßt ausdrücklich, dass sich sowohl die rot-rot-grüne Koalition im Abgeordnetenhaus als auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres für die unkomplizierte Höhergruppierung aller Grundschullehrkräfte nach dem Vorbild Brandenburgs zum 1. Januar 2019 ausgesprochen haben. Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass im kommenden Doppelhaushalt 2018/19 die hierfür notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Mit Spannung und einer klaren Erwartungshaltung blickt die GEW hingegen in Richtung Finanzsenator, der einer zeitnahen und unkomplizierten Umsetzung bisher im Wege stand.

Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik, erinnerte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen an die gemeinsame Erklärung, die die GEW mit ihm im Sommer 2016 unterzeichnet hat. „Stehen Sie zu Ihrem Wort. Setzen Sie den Geist der Erklärung vom Sommer um. Bauen Sie die von ihrem Haus aufgebauten vermeintlichen beamtenrechtlichen Hürden wieder ab. Andere Bundesländer haben vorgemacht, dass es geht und wie es geht.“

Dialog mit Scheeres wieder aufgenommen

Mertens rief Bildungssenatorin Scheeres auf: „Es ist gut, dass der Dialog zwischen der GEW BERLIN und der Senatorin wieder in Gang gekommen ist. Nun gehen wir davon aus, dass wir gemeinsam im Interesse der Kolleg*innen an einer baldigen Umsetzung der Höhergruppierung arbeiten.“ Scheeres hatte tags zuvor in einem Brief an die GEW-Spitze ihren Willen zum Ausdruck gebracht, wie Brandenburg eine unkomplizierte Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte zum 1. Januar 2019 auf den Weg zu bringen. Die Umsetzbarkeit hänge jedoch am Finanzsenator.

„Die Weichen wurden auch umgestellt, weil die GEW BERLIN in der Frage der Höhergruppierung den Druck immer aufrechterhalten hat. Das ist dem Engagement der vielen GEW-Kolleg*innen in den letzten Wochen zu verdanken“, sagte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Doreen Siebernik. „Die Berliner Lehrkräfte fahren jetzt die Ernte für ihre langen Arbeitskampf ein. Wir freuen uns besonders, dass die Kolleg*innen mit DDR-Ausbildung endlich nicht mehr ausgeklammert werden sollen“, so Siebernik.

Die GEW BERLIN hatte heute Vormittag ihre Landesdelegiertenversammlung vor den Türen der Senatsbildungsverwaltung abgehalten, um den Druck auf Finanzsenator Kollatz-Ahnen und Bildungssenatorin Scheeres zu erhöhen. Die Delegierten forderten die Senator*innen auf, die Hängepartie um die Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte zu beenden.

Der Blick zurück

Der Weg zu einer gerechten Bezahlung der Berliner Grundschullehrkräfte ist lang. Informationen zu den hinter uns liegenden Auseinandersetzungen gibt es auf den hier verlinkten Seiten.