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Presseerklärungen der GEW BERLIN 2017

Zu wenige Erzieher*innen – der Senat hat es selbst in der Hand

Die GEW BERLIN fordert den Senat auf, Erzieher*innen umgehend höhere Entgelte zu zahlen, um dem gravierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Der von der Koalition beschlossene Kita-Ausbau kann nur gelingen, wenn neben den Plätzen auch das nötige Fachpersonal vorhanden ist. Dieses fehlt in Berlin an allen Ecken und Enden, da Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen in der Hauptstadt jeden Monat hunderte Euro weniger verdienen als ihre Kolleg*innen in den anderen Bundesländern“, sagte Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN.

Die GEW-Vorsitzende reagierte auf einen Bericht des Tagesspiegels, wonach in Berlin aktuell rund 2.000 Kita-Plätze wegen fehlender Erzieher*innen nicht besetzt werden können. Der Stadt drohen Schadensersatzforderungen von Eltern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ihr Kind haben. Eine Entwicklung, die sich noch verschärfen wird.

Die rot-rot-grüne Koalition hat vereinbart, sich für eine bessere Bezahlung der Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen einzusetzen. Im Koalitionsvertrag heißt es wörtlich: „Bis zum Wirksamwerden dieser verbesserten Eingruppierung wird die Koalition eine sofortige Übergangsregelung finden.“

Wir möchten die Koalition an ihre Zusage erinnern und fordern sie dazu auf, die Möglichkeiten, die der Paragraphen 16 des TV-L bietet, anzuwenden. Hiernach können sowohl Zulagen gezahlt, als auch Erfahrungsstufen vorweg gewährt werden“, erklärte Siebernik. „Der Senat hat es also selbst in der Hand, seinen pädagogischen Fachkräften ein Gehalt zu zahlen, das mit dem in Brandenburger Kommunen konkurrenzfähig ist.“