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Medienbildung

Letzte Aktualisierung: 28.09.2017

Die GEW sieht den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien im Kontext umfassender Medienbildung. Zu einer umfassenden Medienbildung gehören alte wie neue Medien gleichermaßen. Entwicklungen der Digitalisierung und neu entstehende Strukturen müssen von gewerkschaftlicher Seite mit dem Ziel verbesserter Arbeits - und Lebensbedingungen für alle aktiv gestaltet werden.
Zentrale Prinzipien für die Bildung in der digitalen Welt sind dabei Inklusion, Chancengleichheit und Gerechtigkeit, gute Lern- und Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Beteiligung, Qualität der Bildung, Erhalt der öffentlichen Bildung sowie die Sicherheit und das Wohlbefinden von Lernenden und Lehrenden.

Die AG Medienbildung der GEW BERLIN bietet Raum diese Prozesse aktiv mit zu gestalten.

Kinder und Jugendliche brauchen eine gute und umfassende Medienbildung, um als mündige Bürger*innen in einer zunehmend digitalisierten Welt selbstbestimmt mit Medien umgehen zu können. Eine kompetente Nutzung digitaler Medien fußt auf einer erfolgreichen Vermittlung und Beherrschung grundlegender Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) und sozialer Kompetenzen (Kommunikation, Zusammenarbeit). Die Vermittlung dieser Kenntnisse und Kompetenzen hat aus Sicht der GEW Vorrang.
Die Kombination von digitalen und traditionellen Medien sowie Realerfahrungen bietet dabei vielfältige und neue Möglichkeiten für die Etablierung neuer Lernkulturen.Die Wirkung digitaler Medien auf junge Menschen mit sozial-emotionalen Problemen und Lernbeeinträchtigungen muss dabei besonders bedacht werden.
Die GEW fordert hierfür u.a. Strategien und Konzepte zu entwickeln, wie Zugangsbarrieren (sozialer, sprachlicher, pädagogischer u.a. Art) abgebaut sowie Zugangs - und Beteiligungsmöglichkeiten ausgebaut werden können. Alle Pädagog*innen müssen eine medienpädagogische Grundqualifizierung in der Ausbildung sowie Angebote intensiver Fortbildung und entsprechende Freiräume für die Erprobung und Implementierung neuer Unterrichtsformen erhalten.

Ein striktes Verbot der Nutzung von sozialen Netzwerken in Schulen ist nicht zielführend. Vielmehr fordert die GEW hier sowohl Rechtssicherheit für die Schulen als auch Konzepte zur Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit sozialen Netzwerken sowie zum Schutz vor Gefährdungen wie politische Radikalisierung, Datenmissbrauch, Überwachung oder Cybermobbing.
Hinsichtlich des Urheberrechtes sind auf gesetzlicher Ebene praxisgerechte und aufgabenangemessene Regelungen zu schaffen. Die Bildungseinrichtungen und die dort Beschäftigten brauchen Rechtssicherheit.
Eine informatische Bildung, die u.a. Aspekte Daten und Codierung, Algorithmen, Rechner und Netze sowie Informationsgesellschaft und Datensicherheit umfasst, ist aus Sicht der GEW notwendig.


Bildungspolitische Infos und Positionen der GEW

GEW Broschüre: Erfolgreich mit Neuen Medien! Was bringt das Lernen im Netz? (pdf)

GEW-Beschluss vom Gewerkschaftstag 2017: Bildung in der digitalen Welt (pdf) 

Infos zur Medienbildung auf der Seite der GEW Bund


Infos und Materialen zur Medienbildung

Website zur Medienbildung der Senatsbildungsverwaltung

Themenportal Medienbildung auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Studie die Friedrich-Ebert-Stiftung: Kompetenzen in der digitalen Welt

Themen- und Infoportal Open Educational Resources (OER) des DIPF 

OER-Portal Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.


Artikel zum Thema in der bbz und in der E&W

bbz 03/2016: Sebastian Schädler: Kopieren, mixen, teilen – mit OER ist vieles möglich

bbz 10/2015: Medienbildung: Die GEW muss sich positionieren

E&W 4/2016: Chancen und Risiken - Digitalisierung der Arbeit (pdf)

E&W 10/2015: Digitale Bildung: Auf den "Mehrwert" kommt es an (pdf)

E&W 06/2015: Cybermobbing (pdf)

E&W 11/2015: Sexuelle Gewalt im Netz (pdf)

E&W 12/2013: Computerspiele (pdf)

E&W 05/2012: Was geht ab im Netz? (pdf)