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Aktuelle Kurzmeldungen

Letzte Aktualisierung: 01.10.2018

Ansprechpartner/in bei Rückfragen: Markus Hanisch

GEW BERLIN befragt Schulen zum Schuljahresstart

Am Ende des vergangenen Schuljahres zeichnete sich ein dramatischer Personalmangel ab. Erstmals ging Bildungssenatorin Sandra Scheeres davon aus, dass selbst die Zahl der Quereinsteigenden nicht ausreichen würde, um alle offenen Lehrkräftestellen zu besetzen. Zwar verkündete sie am Ende der großen Ferien, dass für fast alle offenen Stellen Personen eingestellt werden konnten, doch die traditionelle Befragung der GEW BERLIN unter den Schulen der Stadt ergab ein differenzierteres Bild. 28 der 60 antwortenden Schulen (47 Prozent) gaben an, dass sie noch nicht alle Lehrkräftestunden voll besetzen konnten – im Mittel fehlte ihnen eine Stelle. 60 Prozent der Schulen, die sich an der Befragung beteiligten, mussten auch in diesem Jahr Quer- und Seiteneinsteigende einstellen. An jeder dieser Schulen wurden durchschnittlich mehr als zwei Quer- oder Seiteneinsteigende eingestellt. Davon war insbesondere eine Schulform betroffen: 23 der 36 Schulen sind Grundschulen! Diese unfaire Verteilung der Quer- und Seiteneinsteigenden wurde von mehreren Grundschulleitungen kritisiert. Die GEW BERLIN wird für die Grundschulen weiterhin Verbesserungen einfordern. Zu Beginn des Schuljahres hatte die GEW BERLIN bereits öffentlich gemacht, dass nur 37 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte ein abgeschlossenes Lehramtsstudium vorweisen konnten. Von den 2.700 eingestellten Lehrkräften sind lediglich 1.004 Laufbahnbewerber*innen. 738 sind Quereinsteiger*innen (28 Prozent) und 915 Lehrkräfte ohne volle Lehrbefähigung (34 Prozent). 800 von ihnen unterzeichneten einen befristeten Arbeitsvertrag. Ähnlich sieht die Situation bei der Ausstattung mit Erzieher*innen aus: Die Hälfte der befragten Grundschulen hatte noch nicht alle Stellen besetzt. Fast ein Drittel (11) der Grundschulen gab an, dass auch in diesem Jahr mehr Kinder als im vergangenen Jahr in ihren Lerngruppen lernen mussten. Und sogar 22 Schulen (61 Prozent) mussten gänzlich neue Lerngruppen einrichten – und dafür Räume hergeben. Die Verdichtung schreitet weiter voran. Fehlende Räume lautete eine besonders häufige Kritik der Schulleitungen. Danke an alle Schulen, die sich an der Abfrage beteiligt haben.

 

Präsenztag mal anders

Am 17. August haben die Kollegien der Sonnen- und der Eduard-Mörike-Grundschule ihren Präsenztag genutzt, um gemeinsam vor der Senatsbildungsverwaltung zu demonstrieren. 60 Lehrer*innen und Erzieher*innen protestierten dort gegen die unzureichende Personalausstattung ihrer Schulen. So bestand das Kollegium der Sonnengrundschule bereits im letzten Jahr überwiegend aus Quereinsteiger*innen und Kolleg*innen ohne volle Lehrbefähigung. Im neuen Schuljahr wird sich das Verhältnis noch verschlechtern, da sich unter den Neueingestellten keine einzige voll ausgebildete Lehrkraft befindet.

Kritischer Blick auf die Bildungspolitik der AfD

AfD-Positionen stehen in einem diametralen Widerspruch zum Bildungsauftrag, den das Berliner Schulgesetz formuliert. Eine dreiteilige Artikelreihe von Erhard Korn auf der Webseite des GEW-Hauptvorstandes entlarvt die Bildungspolitik der AfD. Deutlich wird, dass die Partei eher Förderin von Eliten statt Unterstützerin der vielbeschworenen „kleinen Leute“ ist. Die Artikel können unter tinyurl.com/ybvtx8uu abgerufen werden.

Die Jugendhilfe muss auch helfen können

Im Mai wurden die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zur Situation des Allgemeinen Sozialen Dienstes vorgestellt. Die Wissenschaftlerin Kathinka Beckmann von der Hochschule Koblenz ist mit Unterstützung des Jugendamts Mitte und der Deutschen Kinderhilfe Autorin der Bottom-Up-Studie. Es handelt sich dabei um die erste Studie in Deutschland, die den Status quo in deutschen Jugendämtern zeigt und mit Vermutungen und Unterstellungen aufräumt. Daraufhin folgten viele Protestaktionen die gemeinsam mit der AG „Weiße Fahnen“ organisiert wurden. Weitere Aktionen werden folgen. Nähere Infos unter: www.gew-berlin.de/21395.php.

Beitragsfreie Kinderbetreuung für alle

Das neue Kita-Jahr begann mit einer guten Nachricht für Berliner Eltern. Zum 1. August entfielen auch die Kita-Gebühren für die jüngsten Kinder. Damit ist Berlin das erste Bundesland, das die Kita-Gebühren komplett abgeschafft hat. Von nun an müssen Berliner Eltern nur noch die 23 Euro im Monat für das Mittagessen bezahlen. Am 1. September trat außerdem die neue Zuzahlungsregelung in Kraft. Sie besagt, dass spezielle Sport-, Sprach- oder Kreativangebote in Kitas zwar weiterhin möglich sein sollen, die monatlichen Zusatzbeiträge dafür aber 90 Euro nicht übersteigen dürfen. Außerdem hat es eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels für Kinder im Krippenalter gegeben. Für Unter-Zweijährige gilt nun eine Fachkraft-Kind-Relation von 1:4 (vorher 1:4,25) sowie für Zwei- bis Dreijährige eine Relation von 1:5 (vorher 1: 5,25). Im Länder-Vergleich der Bertelsmann Stiftung liegt Berlin beim Personalschlüssel jedoch weiterhin weit hinten.

Erwachsenenbildung in Österreich

Birgit Aschemann, Dozentin aus Österreich, war im Juli zu Gast in der Fachgruppe Erwachsenenbildung der GEW BERLIN. In Österreich sind Erwachsenenbildner*innen, ähnlich wie in Deutschland, zwar das professionelle Rückgrat der Weiterbildung, aber sozial gesehen stehen sie meist selbst nur auf mehreren tönernen Füssen. Der Blick nach Österreich zeigt aber auch einen Unterschied: Erwachsenenbildner*innen arbeiten in Österreich im Rahmen eines kollektiven Tarifvertrags. Unter anderem haben sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Referentin hat allerdings betont, dass ein klares Berufsbild bei den Erwachsenenbildner*innen immer noch fehlt und dass die Fluktuation der Dozent*innen hoch ist. Im Hinblick auf das geplante Weiterbildungsgesetz in Deutschland hat dieses Treffen dazu beigetragen, das Thema eines kollektiven Tarifvertrags wieder ins Gespräch zu bringen.

Zentrum für Inklusionsforschung gegründet

Die Rehabilitationswissenschaftlerin Vera Moser von der Humboldt-Universität zu Berlin leitet seit einigen Jahren das Graduiertenkolleg „Inklusion – Bildung – Schule“. Kürzlich hat sie mit ihren Kolleg*innen das Zentrum für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) gegründet – die erste längerfristig mit Drittmitteln geförderte Graduiertenschule im Bereich inklusionsorientierter und rehabilitationswissenschaftlicher Forschung. Bisher konzentrierte sich das Projekt besonders auf den Kontext Schule, in Zukunft soll es auch um Organisationsentwicklung und die Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt gehen. Dazu wurden acht neue Promotionsstipendien ausgeschrieben. Nirgendwo anders in Europa gebe es ein derart ausgebautes Exklusionssystem mit Sonderschulformen und Betreuungseinrichtungen, so Moser. Das führe dazu, dass Partizipationsmöglichkeiten vielerorts stark eingeschränkt werden.

Neuerungen im aktuellen Schuljahr

Eltern von Grundschulkindern müssen kein Büchergeld mehr zahlen. Da Sozialtransferfamilien sich nun nicht mehr von der Eigenbeteiligungspflicht befreien müssen, fällt damit aber auch ein probates Mittel zur Ermittlung von sozialer Ungleichheit an Schulen weg. Veränderungen gab es auch im Schulgesetz: Gemeinschaftsschulen sowie inklusive Schwerpunktschulen sind nun als eigene Regelschulformen im Berliner Schulgesetz festgeschrieben. Auch der Nachteilsausgleich ist nun gesetzlich definiert. Wer zum Beispiel unter einer Lese-Rechtschreibschwäche, Sehschwäche oder Dyskalkulie leidet, kann bei schriftlichen Arbeiten auf eine längere Bearbeitungszeit oder spezielle Arbeits- und Hilfsmittel bestehen. Erreicht der*die Schüler*in auch dann die zu prüfende Leistung nicht, darf unter Umständen von einer Benotung abgesehen werden. Weiterhin werden Siebtklässler*innen und ihre älteren Schulkamerad*innen ab diesem Schuljahr erstmals im Fach Politik benotet.

Fachfremder Unterricht in der Grundschule

Ende letzten Jahres hatte ein Ländervergleich ergeben, dass etwa ein Fünftel der Berliner Schüler*innen die Mindeststandards im Lesen und sogar ein Drittel in Rechtschreibung verfehlt. Die Standards im Rechnen wurden von etwa einem Viertel der Grundschüler*innen nicht erreicht. Damit liegt Berlin bundesweit auf dem vorletzten Platz. Eine parlamentarische Anfrage ausgerechnet von der AfD ergab nun, dass an Berliner Grundschulen immer öfter auch die Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch von fachfremdem Personal bestritten werden. Bis November 2017 wurde nachgewiesenermaßen zum Beispiel im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 41 Prozent des Deutschunterrichts an Grundschulen von Lehrkräften erteilt, die dafür nicht ausgebildet sind. Schlimmer noch ist es in Mathematik. In manchen Bezirken ist über die Hälfte des Mathematikunterrichts betroffen.

Gemeinschaftsschule im Gesetz verankert

Gemeinschaftsschulen, die es bislang nur als wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt gegeben hatte, sind seit Mitte August offiziell als reguläre Schulen im Berliner Schulgesetz verankert. 24 Gemeinschaftsschulen gibt es heute in Berlin und es gibt viele weitere Schulen, die eine werden wollen. Die Schulen, an denen von der ersten bis zu zehnten Klasse Kinder aller Leistungsstufen gemeinsam unterrichtet werden, hatte in Studien gut abgeschnitten. Sowohl schwächere als auch stärkere Schüler*innen haben deutliche Lernfortschritte gemacht, außerdem soll die soziale Herkunft an solchen Schulen deutlich weniger Auswirkungen auf den Lernerfolg gehabt haben.

Fast die Hälfte der Berliner*innen arbeitet ohne Tarif

Laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung arbeiten nur 48 Prozent der Beschäftigten in Berlin in tarifgebundenen Betrieben. Das bedeutet für mehr als jede*n zweite*n Berliner Arbeitnehmer*in das Risiko niedriger Löhne und längerer Arbeitszeiten. Schlechter als Berlin schneiden nur Mecklenburg-Vorpommern (47 Prozent), Thüringen (46 Prozent) und Sachsen (43 Prozent) ab. Deutschlandweit am besten geht es Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen, dort arbeiten 63 Prozent der Arbeitnehmer*innen in tarifgeregelten Verhältnissen, dicht gefolgt von Hessen und Niedersachsen mit jeweils 60 Prozent.

Weniger ist mehr

Nichts Neues, aber nun offiziell: kleinere Klassen in der Grundschule wirken sich vorteilhaft auf den Lernerfolg der Schüler*innen in Deutsch und Mathematik aus. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Kleinere Klassen senken laut der Studie auch die Wahrscheinlichkeit, dass Schüler*innen eine Klasse wiederholen müssen. Verringere man die Anzahl der Schüler*innen einer Klasse mit über 20 Schüler*innen um fünf, führe dies zu einem Leistungszuwachs, der sonst in drei Monaten Unterricht erreicht würde.

Kitaplatzmangel schadet Firmen

Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) fehlen in jeder dritten Firma Mitarbeiter*innen, weil die Beschäftigten keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder finden. Die betroffenen Eltern sehen sich häufig gezwungen, ihre Elternzeit zu verlängern oder gar nicht erst in den Betrieb zurückzukehren. Das geht aus etwa 300 Antworten auf eine Anfrage der IHK bei ihren Mitgliedsunternehmen hervor. Berlinweit fehlen Schätzungen der Berliner Morgenpost zufolge rund 3.000 Kitaplätze. Aufgrund der angespannten Lage können sich laut der IHK-Umfrage rund 30 Prozent der Unternehmen vorstellen, dringend benötigte Flächen für den Bau neuer Kitas auf dem eigenen Gelände zur Verfügung zu stellen. Die Senatsverwaltung sei bereits mit den Firmen im Gespräch, so die Berliner Morgenpost.

Bertelsmann-Studie über Personal in Kitas

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung kommen in Berlin auf ein*e Erzieher*in in der Ganztagsbetreuung im Schnitt 5,9 Kinder. Das sei nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern der schlechteste Personalschlüssel im Bundesvergleich. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 4,3 Kindern auf eine*n Erzieher*in. Die Berliner Bildungsverwaltung wies die Werte allerdings als veraltet zurück. Nach drei Verbesserungsschritten liege das Betreuungsverhältnis für unter Zweijährige inzwischen bei 1:4, bei den Zwei- bis Dreijährigen bei 1:5. Bei den über Dreijährigen komme Berlin zu einem Personalschlüssel von 1:8,6, das ist laut der Studie ein leicht überdurchschnittlicher Wert verglichen mit dem Rest der Bundesrepublik.

Inklusion in Berlin vergleichsweise erfolgreich

In Berlin lernen immer mehr körperlich wie geistig beeinträchtigte Schüler*innen an regulären Schulen. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, die Anfang September veröffentlicht wurde. Demnach besuchten 2017 nur noch 2,8 Prozent aller Berliner Schüler*innen eine Förderschule. 2009 waren es noch 4,4 Prozent. Berlin ist damit inklusionsfreundlicher als der Bundesdurchschnitt (4,3) und sogar auf Platz drei im Ländervergleich – hinter Bremen und Schleswig-Holstein. Laut der Bildungsverwaltung sind inzwischen rund zwei Drittel aller Berliner Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf an normalen Schulen.

Tarifstreit an Hochschulen beendet

Die Tarifauseinandersetzung für einen neuen Tarifvertrag Studentische Beschäftigte (TV Stud) ist beendet. Nach der Tarifkommission stimmten rund zwei Drittel der Mitglieder der Gewerkschaften GEW BERLIN und ver.di dem Verhandlungsergebnis vom 28. Juni zu. Damit endeten die seit Jahrzehnten längsten Streiks an deutschen Hochschulen mit dem Abschluss der weiterhin bundesweit einzigen tariflichen Regelung für Studentische Beschäftigte. Eckpunkte des neuen Tarifvertrags sind die Erhöhung der Stundenlöhne von derzeit 10,98 Euro ab 1. Juli 2018 auf 12,30 Euro, ab 1. Juli 2019 auf 12,50 Euro, ab 1. Januar 2021 auf 12,68 Euro und ab 1. Januar 2022 auf 12,96 Euro. Zudem werden ab Juli 2023 die Löhne der Studentischen Beschäftigten im selben Maße wie die der anderen Hochschulbeschäftigten erhöht, die nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt werden. Die Hochschulen erhalten ein Widerspruchsrecht für den Fall, dass sie die TV-L-Erhöhung durch die Hochschulverträge nicht finanzieren können. Andere wichtige Elemente der Einigung sind die Erweiterung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von 6 auf 10 Wochen und die Erhöhung des Urlaubsanspruchs von 25 auf 30 Arbeitstage jährlich ab 2019.

Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung

Bildungssenatorin Scheeres hatte am 11. Juni ein Maßnahmenbündel vorgestellt, wie sie die zu erwartende Lücke in der Lehrkräfteausstattung der Berliner Schulen zu schließen gedenkt. Aus Sicht der GEW BERLIN sind Scheeres Ideen wenig überzeugend. Die Maßnahmen bleiben weit hinter den im Dezember 2017 verabschiedeten Beschlüssen der Koalition zurück und taugen nicht, den Lehrkräftemangel zu beheben. Manche Maßnahmen konterkarieren sogar die Errungenschaften der vergangenen Jahre. Wir haben uns den Maßnahmenkatalog der Senatsbildungsverwaltung genau angeschaut und eine Bewertung der einzelnen Maßnahmen vorgenommen. Den Plänen der Senatorin haben wir eigene Ideen gegenübergestellt, um die Folgen des Fachkräftemangels für das bereits vorhandene Personal an Berliner Schulen abzumildern. Unser Positionspapier ist abrufbar unter: https://tinyurl.com/yd2o57wx

Jede*r zehnte verlässt Schule ohne Abschluss

Etwa jede*r zehnte hat die Schule in Berlin zuletzt ohne Abschluss verlassen. Vor einem Jahr gingen rund 30.400 Schüler ab – etwa 3.000 davon ohne Abschluss, wie das Statistische mitteilte. Jungen waren häufiger betroffen als Mädchen. Die Quote stieg damit an: Während im Schuljahr 2015/2016 8,7 Prozent der Schulabgänger*innen keinen Abschluss machten, waren es nun zum Ende des Schuljahres 2016/2017 etwa 9,8 Prozent. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Bezirken. In Neukölln blieben mehr Leute ohne Abschluss (15,9 Prozent) als etwa in Pankow (5,4 Prozent). es gibt aber auch gute Nachrichten: Deutlich mehr junge Menschen machen mittlerweile Abitur. Im letzten Schuljahr machten 48 Prozent eines Jahrgangs ihr Abitur, teilten die Statistiker*innen mit. Zehn Jahre vorher war es nur etwa jede*r dritte gewesen (37 Prozent).

HU gründet Institut für Islamische Theologie

Das Kuratorium der Humboldt-Universität zu Berlin hat der Einrichtung eines Instituts für Islamische Theologie zugestimmt. Künftig kann Berlin also Imame* und Religionslehrer*innen für die Islamische Religion ausbilden. Es wird ein Ausschreibungsverfahren für vier zu besetzende Professuren geben. Zudem werden zwei weitere Professuren beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt. Laut dem Gründungsdirektor des Instituts, dem Mediävist Michael Borgolte, soll der Lehrbetrieb im Wintersemester 2019/2020 starten. Das Land Berlin stellt für die Einrichtung bis 2022 13 Millionen Euro zur Verfügung. Liberal-islamische Vertreter*innen wie die Anwältin und Feministin Seyran Ateş kritisieren, dass dem Institutsbeirat nur traditionell-konservative Islamvertreter*innen angehören sollen.