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Aktuelle Kurzmeldungen

Letzte Aktualisierung: 27.01.2017

Ansprechpartner/in bei Rückfragen: Markus Hanisch

Forderungen der GEW BERLIN an den Senat

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Doreen Siebernik, hat in einem Schreiben an Bildungssenatorin Sandra Scheeres gefordert, die Unterrichtsverpflichtung von Berliner Lehrkräften auf 21 Wochenstunden zu senken. Die Erhöhung der Pflichtstundenzahl in den letzten Jahren, eine Reihe von neuen Aufgaben und die Verdichtung bisheriger Tätigkeiten auch im außerunterrichtlichen Bereich führten zu einer stetigen Erhöhung der Arbeitsbelastung, betonte Siebernik. Die GEW-Vorsitzende wies Scheeres darauf hin, dass viele Lehrkräfte ihre Tätigkeit nur in guter Qualität ausüben könnten, wenn sie in Teilzeit arbeiteten. In einem zweiten Brief an Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen rief Siebernik die Senatsverwaltung im Namen der GEW BERLIN dazu auf, die im Koalitionspapier angekündigten Pläne zur Erhöhung des Renteneintritts- und Pensionsalters zurück zu nehmen und stattdessen Maßnahmen zu ergreifen, allen Beschäftigten ein schrittweises früheres Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu ermöglichen. Beide Schreiben gehen auf Beschlüsse der Landesdelegiertenversammlung aus dem Dezember 2016 zurück.

Stellenbörse für Kita-Quereinsteiger*innen

Die Senatsverwaltung und der Dachverband der Kinder- und Schülerläden haben eine Stellenbörse für Quereinsteiger*innen geschaltet: http://erzieher-werden-in-berlin.de/stellenboerse/. Sie richtet sich sowohl an jene, die eine berufsbegleitende Ausbildung machen, als auch an Absolvent*innen der Erziehungswissenschaften, der Psychologie, an Kinderpfleger*innen und Ergotherapeut*innen. Das Einstellen von Angeboten und Gesuchen ist kostenfrei.

Bessere Zeiten für Musikschullehrende

Der neue Koalitionsvertrag sieht eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse von Kulturarbeiter*innen vor. So liege das Einkommen von häufig freiberuflich tätigen Musikschullehrer*innen im Schnitt bei 1.044 Euro monatlich. Nun soll es nicht nur »Mindeststandards für die finanzielle und personelle Ausstattung« geben, sondern Rot-Rot-Grün geht auch auf eine weitere Forderung des Landesmusikrats Berlin ein: 20 Prozent der Lehrenden an Musikschulen sollen künftig fest angestellt werden. Im Ländervergleich läge Berlin mit dieser Quote allerdings immer noch auf dem letzten Platz.

Grundstein gelegt: Kooperationsabkommen mit Yad Vashem

Der Berliner Senat will künftig Angestellte des öffentlichen Dienstes, Lehrkräfte, Polizist*innen und Richter*innen, zu Fortbildungen nach Israel schicken. 11 der 16 Bundesländer haben bereits ein Kooperationsabkommen mit der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem. Im September 2016 gab es nun ein erstes Treffen zwischen Abgesandten der ISHS, der Bildungsstätte »Haus der Wannsee-Konferenz«, der Landeszentrale für politische Bildung und der Berliner Bildungsverwaltung. In 2017 soll eine erste Gruppe von 20 Teilnehmer*innen nach Yad Vashem fahren.

Zu wenig Geld für mehr Studierende

Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung wurde für deutsche Hochschulen, bei einem Studierenden-Plus von 28 Prozent, in den letzten zehn Jahren insgesamt nicht mehr Geld ausgegeben. Nirgendwo ist die Ausgabenentwicklung so negativ wie in Berlin: minus neun Prozent. Ein Ländervergleich der realen Ausgaben pro Student*in von 2004 bis 2013 zeigt, dass auch in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein weniger Geld ausgegeben wurde. Spitzenreiter ist Hamburg mit einem Plus von 85 Prozent gegenüber 2004. Immerhin investiert Berlin gemessen an seiner Wirtschaftskraft überdurchschnittlich viel in seine Hochschulen.

Personalnotstand in Kitas

Sandra Scheeres (SPD) will den Erzieher*innenberuf zum Mangelberuf erklären lassen, unter anderem, damit die Bundesagentur für Arbeit Umschulungen besser fördern kann. Den von der GEW beklagten akuten Fachkräftemangel bestreitet die Senatorin jedoch. Die AG Kindertagesbetreuung Pankow, ein gemeinsames Gremium von offenen und freien Kita-Trägern, hat laut Berliner Morgenpost hingegen berechnet, dass schon jetzt Hunderte Erzieher*innen allein in Pankow fehlen. Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband rechnet man bis zum Sommer mit 1.500 unbesetzten Stellen. Die GEW BERLIN weist darauf hin, dass eine bessere Bezahlung der Berliner Erzieher*innen eine dringend notwendige Maßnahme ist, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Politik als Fach wird neu verhandelt

Politikwissenschaft ist erst in der Oberstufe als eigenständiges Fach vorgesehen und selbst dann ist es nicht verpflichtend. Vorher soll es als Bestandteil der »Gesellschaftswissenschaften« neben Geschichte und Geografie gelehrt werden. De facto passiere das aber nicht, bemängelt der Landesschüler*innenausschuss (LSA). Der LSA ist sogar bereit, eine Stunde mehr Unterricht in der Woche hinzunehmen, wenn dies dazu führte, dass Schüler*innen sich mehr engagieren. Nun will der Senat in einem »ergebnisoffenen Dialog« mit allen Beteiligten klären, wie das umzusetzen ist.

Vorstand des Landeselternausschusses Schule gewählt

Der Landeselternausschuss Schule (LEA) hat im Januar seinen Vorstand gewählt. Als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt wurde Norman Heise vom Bezirkselternausschuss (BEA) Marzahn-Hellersdorf. Ebenfalls wiedergewählt wurden Cornelia Partmann (BEA Friedrichshain-Kreuzberg) und Detlef Lange (BEA Spandau). Neu im Vorstand ist Sabina Spindeldreier (BEA Steglitz-Zehlendorf). Die Wahl erfolgte offen und einstimmig. Der LEA möchte in der nächsten Amtszeit sich vor allem den Herausforderungen beim Schulbau und der Schulsanierung widmen.

Kampagne der Stiftung Bildung zu maroden Schulbauten

Die Stiftung Bildung startet eine bundesweite Kampagne mit dem Titel »Einstürzende Schulbauten« bis zur Bundestagswahl. Die Initiator*innen wollen Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften eine Plattform geben, vom Lernen und Arbeiten in längst baufälligen Gebäuden zu erzählen. Auch Parteien- und Verbandsvertreter*innen sollen um Statements und Vorschläge gebeten werden. Mehr Informationen gibt es auf http://einstuerzendeschulbauten.stiftungbildung.com

Lohndumping Teilzeit

Von den knapp 31.000 Berliner Lehrkräften arbeiten mehr als 8.000 in Teilzeit. Das hat eine Anfrage der Linken-Bildungspolitikerin Regina Kittler an den Senat ergeben. Grund für viele Teilzeit-Entscheidungen ist die hohe Arbeitsbelastung. Vielen Lehrkräften ist es nicht möglich, den hohen Anforderungen gerecht zu werden, ohne die Stundenzahl zu reduzieren. Vor allem Frauen sind von dieser Überlastung betroffen, da ihnen häufig noch die eigene Kindeserziehung zuteilwird.So stecken sie langfristig in Sachen Rente und Karriere zurück. Es läge an den Schulleiter*innen dafür zu sorgen, die außerunterrichtlichen Aufgaben der Teilzeitbeschäftigten zu reduzieren, heißt es von der Linksfraktion.

Wir suchen Hospitationsschulen für geflüchtete Lehrkräfte

Die GEW BERLIN engagiert sich auch für geflüchtete Lehrkräfte und sucht zusammen mit der Universität Potsdam Schulen im Rahmen des Refugee Teacher Programms. Die Kolleg*innen sollen analog zum Orientierungsprogramm verlässlich über zehn Unterrichtswochen hinweg einen Tag pro Woche hospitieren können. Dafür brauchen sie auch eine*n festen Ansprechpartner*in. Der Hospitationstag wird jeweils vom Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Uni Potsdam in Absprache mit den Schulen festgelegt. Die Teilnehmenden dokumentieren ihre Eindrücke in einem eigens erstellten Lerntagebuch. Auf dessen Grundlage findet ein Austausch im Seminar mit den Lehramtsstudierenden statt. Wer sich diese Unterstützung für geflüchtete Kolleg*innen vorstellen kann oder weitere Informationen benötigt, wendet sich bitte an info@gew-berlin.de.

Stellen als Konrektor*innen an Grundschulen sind unattraktiv

40 Stellen für Konrektor*innen an Grundschulen waren zum 1. Juni 2016 nicht besetzt. Dies ergab eine Antwort der Senatsbildungsverwaltung auf eine Anfrage der GEW im Landesschulbeirat. Zehn davon fanden sich in einer wiederholten Ausschreibung. Über alle Schularten hinweg waren zum Stichtag 56 Stellen für stellvertretende Schulleitungen unbesetzt. Da Grundschulen in der Ausstattung mit Funktionsstellen ohnehin benachteiligt sind, spielt der*die Konrektor*in dort eine besonders wichtige Rolle. Die GEW fordert daher, die Stellen dringend attraktiver zu machen - durch eine bessere Bezahlung und weniger Unterricht. Seit der Anhebung der Schulleiter*innen an Grundschulen ist der Besoldungsabstand zur stellvertretenden Schulleitung deutlich größer geworden. Dieser Nachteil im Vergleich zu den anderen Schularten muss schnell beseitigt werden. Eine vollständige Schulleitung ist unabdingbar für gut funktionierende Schulen.

Gewalt gegen Lehrkräfte steigt

Die Senatsbildungsverwaltung hat für das vergangene Schuljahr deutlich mehr Gewalt- und Krisenvorfälle gemeldet als in der Vergangenheit. 3.255 Fälle registrierte die Behörde, im Vorjahr waren es nur 2.475. Zwei Drittel waren Fälle wie Mobbing oder Beleidigungen, die nicht unbedingt gemeldet werden müssen. Daher geht der Senat davon aus, dass sich der deutliche Anstieg auf ein verändertes Meldeverhalten der Schulen zurückführen lässt. Allerdings sind auch die Zahlen der Übergriffe gegenüber dem Schulpersonal von 560 auf 636 gestiegen – mehr als doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Schwere körperliche Gewalt wurde 743 Mal gemeldet. Die meisten Vorfälle verzeichnet Lichtenberg, gefolgt von Mitte und Treptow-Köpenick. Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat als Reaktion eine Auswertung des Meldeverfahrens und ein umfassendes Präventionsprogramm angekündigt. Auch leichte Gewaltvorfälle sollen künftig ausnahmslos gemeldet werden.

Indirekte Geschlechterdiskriminierung in Grundschulen

Ist die Ungleichbehandlung in der Besoldung von Grundschullehrkräften eine mittelbare Geschlechtsdiskriminierung? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Rechtsgutachten, das unter www.gew.de/lohngerechtigkeit/ heruntergeladen werden kann. Der Hintergrund: Der Anteil der Grundschullehrkräfte liegt bei über 90 Prozent, bei Gymnasien sind es rund 60 Prozent. Somit sind Frauen von Grundschulen überproportional von der ungleichen Besoldung betroffen. Das legt den Verdacht nahe, dass es sich um eine indirekte Diskriminierung handelt. Die Juristinnen haben deshalb untersucht, ob es sachliche und gerechtfertigte Gründe für die unterschiedliche Besoldung gibt, die mit dem Geschlecht zu tun haben. Zugleich werfen sie einen kritischen Blick auf Differenzen in Ausbildung, Arbeitsbedingungen und -anforderungen.

Europa-Schulen arbeiten erfolgreich

Eine dreijährige Evaluation der Staatlichen Europa-Schulen in Berlin (SESB) liegt vor und stellt den bilingualen Schulen ein gutes Zeugnis aus. Ein Schwerpunkt der Evaluation lag auf der Untersuchung der schulischen Kompetenzen der Schüler*innen. Sie wurden mit altersgleichen Berliner*innen und internationalen Kontrollgruppen verglichen. Im Ergebnis schneiden die SESB-Schüler*innen in Mathematik, Naturwissenschaften und im deutschen Leseverständnis auf gleichem Niveau ab wie diejenigen in den Vergleichsgruppen und lernen dabei zusätzlich eine zweite Sprache. Deutlich besser sind jedoch die Englischleistungen an der SESB. Offenbar begünstigt die duale Immersion das Erlernen einer weiteren Fremdsprache. An der SESB haben fünf von sechs Schüler*innen und Schülern einen Migrationshintergrund.

Zehn Jahre Jugendsozialarbeit

Die Jugendsozialarbeit feiert zehnjähriges Jubiläum in Berlin. Seit 2006 wird das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ kontinuierlich ausgebaut: Das im Mai 2006 für 20 Hauptschulen gestartete Programm wurde 2007 auf sonderpädagogische Förderzentren erweitert. Zum Schuljahr 2009/10 erfolgte die Ausweitung auf 74 Grundschulen, 2010 wurden zudem 16 berufliche Schulen ins Programm aufgenommen. Die Mittel des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung haben 2012 einen weiteren Ausbau um 90 Stellen erlaubt. In diesem Jahr wird das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ an 128 Grundschulen, 61 Integrierte Sekundarschulen, 32 Förderzentren, 19 berufliche und zentralverwaltete Schulen und neun Gymnasien durchgeführt.

Privatschulen zementieren soziale Abschottung

Die Politik missachtet Vorgaben des Grundgesetzes über die Genehmigung von Privatschulen. Damit zementiert sie die soziale Abschottung vieler privater Schulen. Das ist Ergebnis einer neuen Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Die laut Verfassung verbotene „Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern“ an Privatschulen werde durch die Schulpolitik der Länder unterlaufen, belegen die Forscher. Die vom Grundgesetz beabsichtigte soziale Durchmischung der Privatschulen finde nicht statt.

Jede*r zweite fühlt sich überlastet

Die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg hat am Dienstag ihren 11. Ausbildungsreport vorgelegt und zeigt darin auf, dass Ausbildungsmängel wie unbezahlte Überstunden und das Nacharbeiten von Berufsschultagen nach wie vor Alltag sind. Insgesamt äußern sich drei Viertel der Azubis zufrieden mit ihrer Ausbildung. Allerdings machen die Ergebnisse zu den psychischen Belastungen Sorgen. Rund ein Viertel der Jugendlichen fühlt sich durch lange Fahrtzeiten belastet, 17 Prozent durch Leistungs- und Zeitdruck, 15 Prozent klagen über ständige Erreichbarkeit.

95 Prozent nutzen Whatsapp

Die neue JIM-Studie zeigt, dass die Nutzung mobiler Digitalgeräte und entsprechender Kommunikations-Apps bei Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren weiter ansteigt. Die Anwendung WhatsApp nutzen 95 Prozent der Jugendlichen, gefolgt von Instagram (51 Prozent) und Snapchat (45 Prozent) sowie Facebook (43 Prozent). Erst jüngst hat Microsoft eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Aufmerksamkeitsspanne beim Menschen von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8 Sekunden im Jahr 2013 gesunken ist. Schuld daran sind die exzessive Nutzungen der oben genannten Kommunikationswerkzeuge und sogenannte soziale Netzwerke. Besonders die häufigen Unterbrechungen durch das Lesen, Schreiben und Beantworten von Kurznachrichten zerteilen den Alltag in Kommunikationshäppchen .

Angriffe in Neukölln

Mit einer Veranstaltungsreihe „Aufstehen gegen Rassismus“ haben Neuköllner Buchläden sich gegen die AfD engagiert. Nun wurde auf einen der Läden, die Buchhandlung Leporello in Rudow, ein Anschlag verübt. Mit vier Pflastersteinen wurde das Schaufenster eingeworfen. In der gleichen Nacht, vom 11. auf den 12. Dezember, verübten Unbekannte auch einen Brandanschlag auf das linkspolitisch engagierte Café k-fetisch in der Wildenbruchstraße 86. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Angriff aus.

Berlin von BGH-Urteil zu Kitas nicht betroffen

Eltern können Schadenersatz einklagen, wenn zum Wunschtermin kein Kita-Platz
angeboten werden kann und die Kommune dafür verantwortlich ist. Berlin ist von diesem Karlsruher Urteil nach Ansicht der Senatsverwaltung aber erstmal nicht betroffen, hieß es in der Medienberichterstattung, die auf das Urteil folgte. Grund dafür ist angeblich, dass es genügend freie Kita-Plätze gibt; auch wenn nicht immer in Wohnortnähe. Vielleicht hat aber auch nur noch niemand geklagt.

Tarif-Initiative erringt Erfolg

Studentische Beschäftigte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben am 2. November die rot-rot-grünen Koalitionsverhandlungen mit einer lautstarken und bunten Kundgebung begleitet. »Seit 15 Jahren haben die studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen keine Lohnerhöhung mehr erlebt. Damit muss jetzt Schluss sein«, forderte Isabella Rogner, Sprecherin der Tarifinitiative, die sich für einen neuen studentischen Tarifvertrag einsetzt. Und die Initiative hat sich bereits gelohnt. Die Forderung wurde in den Koalitionsvertrag aufgenommen.

Bund kann künftig Schulbau fördern

Der Bund soll künftig bestimmte Investitionen in Kommunen direkt fördern dürfen, zum Beispiel die digitale Ausstattung oder die Sanierung von Schulen. Die erste Rate über 3,5 Milliarden Euro für das Schulsanierungsprogramm ist bereits beschlossen. Das Geld soll in finanzschwache Kommunen fließen, in denen kaum Geld für Schulen da ist. So sollen Bildungsinfrastrukturen bundesweit gestärkt und die gleichen Bildungschancen ermöglicht werden. Die Bundes-SPD möchte in einem Bildungsgipfel eine neue Gesamtstrategie für die Bildung erarbeiten. Darin enthalten sollen die Auflösung von Investitionsstaus, Ausbau von Ganztagsschulen, Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule und die Förderung digitaler Bildung sein.

Länder tricksen beim Hochschulpakt

Seit 2015 trägt das Bundesbildungsministerium (BMBF) die Ausgaben für das BAföG allein – das eingesparte Geld sollte primär den Hochschulen zugute kommen. Das Problem: Die Hoffnung von Bildungsministerin Wanka ist nicht schriftlich fixiert worden. Nordrhein-Westfalen und Hessen nutzen daher einen Teil der gesparten Gelder zur Kofinanzierung des Hochschulpaktes, wie eine Abfrage ergab.